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Tirols Schulden steigen auf 990 Mio. Euro, Spitalsmilliarde soll Löcher stopfen

Bis 2023 wird Tirol neue Schulden machen. Der Doppelhaushalt 2022/23, den Schwarz-Grün nächste Woche beschließt, weist Schulden von knapp einer Milliarde auf.

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Die Gesundheitskosten im Land erreichen fast die Milliardengrenze. Zugleich wartet Tirol immer noch auf Corona-Abgeltungen vom Bund.
© imgao

Von Peter Nindler

Innsbruck – Landeshauptmann Günther Platter (VP) hat die rote Linie bei einer Milliarde Euro gezogen, Ende 2023 soll die Schuldenlast knapp unter einer Milliarde bleiben. Zum Vergleich: 2020 erhöhten sich die Schulden auf 584 Millionen Euro, heuer dürften noch einmal 200 Mio. Euro dazukommen. In etwa dieselbe Summe ist im Doppelbudget 2022/2023 vorgesehen. Nächsten Dienstag wird es die schwarz-grüne Landesregierung beschließen, in dieser Woche werden ÖVP und Grüne die letzten Details ausverhandeln.

An sich sind die beiden Koalitionsparteien einig, die Rahmen wurden abgesteckt. Auch bei den Corona-bedingten Ausgaben. Die größten Brocken im 4,5-Milliarden-Euro-Budget sind einmal mehr das Gesundheits- und Sozialbudget. Die Ausgaben im Gesundheitswesen kratzen bereits an der Milliardengrenze, im Sozialen inklusive Pflege werden die Aufwendungen mehr als 700 Millionen Euro betragen.

In der Vergangenheit gab es immer wieder Knackpunkte beim Sozialbudget, dieses Mal soll es lediglich Kleinigkeiten gegeben haben, über die sich Schwarz-Grün einigen mussten. Und das, obwohl die Pflichtausgaben auf zwei Prozent reduziert wurden. Gerade in schwierigen Zeiten sollte die Sozialpolitik jedoch außer Streit gestellt werden, heißt es übereinstimmend.

Im Spitalsbereich hofft Tirol hingegen nach wie vor auf die vom Bund zugesagte Krankenhausmilliarde für die Länder. Denn bei den Spitälern ist das Ende der finanziellen Fahnenstange schon erreicht.

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