Die „Nummer-eins-Debatte“ läuft beim Nationalteam wieder

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Daniel Bachmann hielt zuletzt beim ÖFB den Kasten sauber. Bei seinem Verein Watford saß er allerdings nur auf der Bank.
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„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Nummer eins im Land?“, lautet zum wiederholten Male in den vergangenen Jahren eine Frage, die sich im ÖFB-Nationalteam stellt. Denn Euro-Goalie Daniel Bachmann hat schon vor Wochen seinen Stammplatz bei Premier-League-Aufsteiger FC Watford verloren und reiste ohne Spielpraxis ins Teamcamp an. Teamchef Franco Foda stellte bereits bei der Kaderbekanntgabe klar, dass Bachmanns Leistungsnachweis in den vergangenen Partien im ÖFB-Dress gut war und er in Rücksprache mit Tormanntrainer Robert Almer entscheiden werde.

LASK-Keeper Alexander Schlager nahm sich vorerst und nach seinem gehaltenen Elfmeter gegen WSG-Angreifer Thomas Sabitzer selbst aus dem Spiel und sagte wegen Knieproblemen ab. Dabei war Schlager lange Zeit als neue Nummer eins unterwegs, Unsicherheiten und Fehler in den beiden WM-Qualifikationsspielen gegen Schottland (2:2) und Dänemark (0:4) im März dieses Jahres kosteten ihn aber den Platz im ÖFB-Kasten.

Die meiste Erfahrung mit 28-A-Teamspielen weist Heinz Lindner aus. Der 31-jährige Routinier stand aber zuletzt im Juni 2019 beim 4:1-Auswärtssieg gegen Nordmazedonien bei der rot-weiß-roten Auswahl zwischen den Pfosten.

Neu und erstmals an Bord ist Austria-Keeper Patrick Pentz, den nicht nur WSG-Cheftrainer Thomas Silberberger für einen der besten im heimischen Oberhaus hält. Eine Einschätzung, die klarerweise ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel teilt: „Patrick ist ein spannender Typ mit einer positiven Ausstrahlung, der sich im letzten Jahr enorm verbessert hat und nicht umsonst in der vergangenen Saison zum Torhüter der Bundesliga gewählt worden ist.“

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Der Weg zur WM 2022 in Katar kann fürs ÖFB-Team nur übers Play-off im März führen. Und er wird wohl von der (leidigen) Goalie-Debatte begleitet. (lex, t.w.)


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