Seefeld vertagt Ferienpark-Entscheidung

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Seefeld soll um ein Hotelprojekt mit 485 Betten wachsen.
© Böhm

Innsbruck – Plötzlich vertagt. Schon wieder. Die Gemeinde Seefeld nahm die Entscheidung rund um den umstrittenen Ferienpark am ehemaligen Campingplatz überraschend von der Tagesordnung der gestrigen Gemeinderatssitzung.

Wie berichtet, plant ein niederländisches Unternehmen auf insgesamt 41.000 Quadratmetern den Bau einer Ferienanlage mit 485 Betten. Dazu will die Gemeinde auch 6000 Quadratmeter Wald verkaufen und entsprechend umwidmen. Kritiker stoßen sich nicht nur an der Dimension des Projekts und der Vernichtung von Wald, sondern befürchten auch Freizeitwohnsitze durch die Hintertür.

Die Entscheidung wurde vor knapp einem Jahr schon einmal vertagt und Umplanungen vorgenommen. Und genau diese Änderungen sollen nun noch einmal mit dem Land Tirol besprochen werden. Man will hier kein Risiko eingehen. Grundsätzliches werde sich aber nicht ändern, wie Vizebürgermeister Markus Wackerle sagt. „Die Bettenanzahl von 485 ist bereits genehmigt.“ Die Verzögerung soll dieses Mal nicht wieder ein Jahr dauern. (dd)


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