Hofbauer selbstbewusst: „Wenn wir kämpfen, ist alles möglich“

Österreichs Eishockey-Damen spielen ab morgen um ein Olympia-Ticket für 2022 in Peking. Gegen Deutschland, Dänemark und Italien braucht es zwar ein kleines Wunder von Füssen, doch die Chance ist da.

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Emma Hofbauer blickt in Richtung großer Traum – Olympia.
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Innsbruck, Füssen – Der letzte Test hätte für Österreichs Eishockey-Damen kaum besser laufen können. Mit 4:0 (1:0, 0:0, 3:0) fertigten die ÖEHV-Frauen am Sonntag in Wien Norwegen ab. „So ein Sieg ist immer gut fürs Selbstvertrauen“, sagt Emma Hofbauer bereits wie ein Routinier. Die 16-Jährige spielt schon seit drei Jahren für das ÖHV-Team der Frauen, ab morgen in Füssen startet sie in ihre erste Olympia-Qualifikation: „Das ist echt was ganz Besonderes, es war immer schon mein Traum, zu den Spielen zu fahren.“

Vor der dritten Olympia-Quali: Tirols NWHL-Export Janine Weber.
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Bei den Olympischen Jugendspielen in Lausanne 2020 bekam die Vomperbacherin bereits einen Vorgeschmack, allerdings wurden die 88 internationalen Spielerinnen damals in Teams aufgeteilt, morgen läuft sie nun im rot-weiß-roten Dress für Olympia auf – unter anderem an der Seite der weiteren Tirolerin Janine Weber, im Gegensatz zu Hofbauer ein „echter“ Routinier. Die 30-Jährige startete zuletzt in ihre bereits sechste Saison als Profi in der besten Frauen-Eishockey-Liga weltweit, der National Women’s Hockey League (NWHL), und stürmt nun für die Connecticut Whales. Die Innsbruckerin war schon 2013 und 2017 bei Österreichs Olympia-Qualis dabei.

„Janine ist toll. Sie kann super Tipps geben, ist für alle Fragen offen – auch für menschliche“, schwärmt Hofbauer, die im Herbst das Sport-BORG in Innsbruck gegen jenes in Spittal an der Drau tauschte und nun für Villach spielt. Fragen, wie man etwa am besten mit dem Druck umgehe, den Österreichs Damen morgen (17.15 Uhr, live ORF Sport +) gegen Gastgeber Deutschland durchaus verspüren. „Druck ist auch gut, ein bisschen Nervosität schadet nicht“, weiß Olympia-Quali-Rookie Hofbauer längst.

Nach dem „Spiel des Jahres“, wie es die Tirolerin nennt, wartet mit Dänemark (Samstag) eine weitere große Nummer und zum Abschluss dann noch Italien (Sonntag, jeweils 15.30, live auf ORF Sport +). Einzig der Gruppensieger darf nach Peking fahren. „Wir haben als Underdogs nichts zu verlieren“, sagt Hofbauer selbstbewusst, „wenn wir kämpfen, ist alles möglich.“ (sab)

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