Plus

Scharfe Töne nach Tiroler Transitdebakel: Schwarz-Grün unter Beschuss

Nach dem Rats-Ja zur neuen EU-Wegekostenrichtlinie steht Schwarz-Grün unter Beschuss. Verkehrsministerin Gewessler rüffelt den Entwurf: „Grundproblem nicht gelöst.“

  • Artikel
  • Diskussion (9)
Schöne neue Welt? Mit der neuen EU-Wegekostenrichtlinie droht Tirol der endgültige Lkw-Kollaps.
© zeitungsfoto.at

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck – Eine Obergrenze von einer Million Transit-Lkw pro Jahr bis spätestens 2027; sich für eine Einführung einer Korridormaut zwischen Verona und München und eine Kostenwahrheit im Verkehr massiv einzusetzen: All das haben ÖVP und Grüne mit Antritt von Schwarz-Grün II den Tirolerinnen und Tirolern 2018 versprochen. Nachzulesen im Regierungsprogramm. Bereits eineinhalb Jahre vor Auslaufen dieser Amtszeit ist klar: Die Tiroler Landesregierung wird in all diesen Punkten scheitern.

Der Beschluss des Rates der EU am Dienstag für den vorliegenden Reformentwurf zur neuen Eurovignette (Wegekostenrichtlinie) hat Tirols Anti-Transitpolitik erneut erschüttert, die TT berichtete. Weil sie, kurz gesagt, die Autobahnfahrt für saubere Lkw durch Tirol künftig erheblich verbilligen, die Verlagerungsbestreben auf die Schiene hintertreiben und auch alle Bemühungen um eine Korridormaut durch ein Nachbarlands-Veto zunichtemachen wird.


Kommentieren


Schlagworte