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TT-Leitartikel: Nötige Erkenntnis für Kurz – es ist vorbei

Das Strafrecht ist kein Maßstab für Politiker, erst recht nicht für solche an der Spitze: Unmoral und Missmanagement in Sachen Corona sind belegt. ÖVP-Obmann Sebastian Kurz sollte von den Kanzler-Rückkehrplänen lassen.

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Karin Leitner

Leitartikel

Von Karin Leitner

Es war einmal ein Mann, der trat mit hohem Anspruch an. An die Spitze der ÖVP hatte er sich, auch Landesobleute bezirzend, gebracht, den Vorgänger abmontiert. Unter seiner Ägide werde alles besser werden, Schluss sei mit Freunderlwirtschaft, Proporz und anderen Unzulänglichkeiten in der hiesigen Politik, ließ er wissen. Sein Losspruch „Neuer Stil“. Das kam gut an bei den Leuten. Vertraut und geglaubt wurde ihm von vielen. In das Kanzleramt zog er ein. Mittlerweile ist er Doppel-Ex-Regierungschef, Korruptionsvorwürfe gibt es gegen ihn und seine „Prätorianer“.

Auch als Krisenmanager erster Güte hatte er sich geriert, Österreich zum „Weltmeister“ erklärt. Sein plakativer Befund im Sommer: „Die Pandemie gemeistert, die Krise bekämpft.“ Faktum est: Die Corona-Lage ist auch wegen des Zauderns und Zögerns der türkis-grünen Regierenden schlecht. Rechtzeitige Warnungen von Fachleuten wurden ignoriert. Wahltaktik ging – so auch bei den Gesinnungsfreunden in Oberösterreich – vor Gesundheitsvorsorge.


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