VCÖ fordert Rad-Infrastruktur-Offensive zum Schutz für Radler

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Im ersten Halbjahr kamen heuer in Tirol zwei Radfahrer bei Verkehrsunfällen ums Leben. Österreichweit waren es 23 Tote.
© Symbolfoto: Imago Images

Wien – Die Zahl der tödlich verunglückten Rad-, E-Bike- und E-Scooter-Fahrenden ist von 17 im 1. Halbjahr 2020 auf heuer 23 gestiegen. Das geht aus der gestern veröffentlichten Verkehrsunfallstatistik der Statistik Austria hervor – siehe mehr auf Seite 14. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) betont, dass der Radwege-Ausbau massiv der steigenden Anzahl der Radfahrerinnen und Radfahrer hinterherhinkt, und fordert eine Rad-Infrastruktur-Offensive in den Städten, Gemeinden und Regionen.

Bei den tödlichen Fahrrad-Unfällen gibt es sehr große Bundesländer-Unterschiede, wie die Analyse des VCÖ zeigt. Allein in Oberösterreich kamen zehn Rad-, E-Fahrrad- und E-Scooter-Fahrende ums Leben. Die zweithöchste Opferzahl weist Niederösterreich mit fünf auf, in vier Bundesländern (Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg) starben jeweils zwei Personen mit Fahrrad, E-Bike oder E-Scooter. Keinen tödlichen Radfahr-Unfall gab es im Burgenland, in Kärnten und Wien.

Von den 23 getöteten Fahrrad-, E-Bike- oder E-Scooter-Fahrenden waren neun mit einem herkömmlichen Fahrrad unterwegs, zwölf mit einem Elektro-Fahrrad und zwei mit einem E-Scooter. Zehn tödliche Unfälle passierten im Ortsgebiet, 13 außerhalb des Ortsgebiets, macht der VCÖ aufmerksam. Zwölf der 23 Todesopfer waren 65 plus, die Hälfte davon über 75 Jahre. Zwei Drittel der Todesopfer waren Männer.

Der VCÖ fordert sichere Radverbindungen vor allem zwischen Siedlungen und Ortschaften, damit Radfahrer nicht auf Freilandstraßen unterwegs sein müssen. (TT)

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