Doch keine Tour von Ex-Kanzler Sebastian Kurz durch die Länder

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Altkanzler Sebastian Kurz (ÖVP).
© STEFANIE LOOS

Wien – Altkanzler Sebastian Kurz (ÖVP) werkt an der Rückkehr ins Kanzleramt. Mit einer Tour durch die Länder wollte er seine Macht als türkiser Chef absichern und gleichzeitig sein Comeback vorbereiten. Doch so einfach scheint das nicht zu sein. Wie die Tiroler Tageszeitung kürzlich berichtete, wird es keine Reise nach Tirol geben. Der Tiroler ÖVP-Landesgeschäftsführer Martin Malaun nannte terminliche Gründe. Man sei wegen der Gemeinderatswahl im Februar quasi ausgebucht. Eine Videokonferenz soll die physische Zusammenkunft ersetzen.

Ähnlich weiter westlich. Laut Vorarlberger Nachrichten wird Kurz auch nicht ins Ländle reisen. Es habe bereits eine Videokonferenz gegeben, heißt es aus dem Landhaus in Bregenz gegenüber der Zeitung. Hochrangige Funktionäre monierten zudem, dass sich der ÖVP-Bundesparteichef in unterschiedlichen Parteigremien zu oft entschuldigen ließe, berichtet die VN weiter.

Die Wiener Gratiszeitung Heute schreibt gar von einem „Tour-Flop“. Demnach hätten Niederösterreich, die Steiermark und Kärnten auch „keine Kurz-Termine im Kalender“. Das Team des Ex-Kanzlers versucht zu kalmieren. Wegen der Pandemie würden die Treffen virtuell stattfinden, heißt es.

Der Chat-Skandal rund um Kurz und sein engstes Umfeld führten zu seinem Rücktritt als Kanzler. In einem U-Ausschuss soll die Causa parlamentarisch durchleuchtet werden. Doch die Einsetzung des von der Opposition initiierten U-Ausschusses zu möglicher Korruption in der ÖVP verzögert sich. Es fehlt eine Einigung über Verfahrensrichter und Verfahrensanwalt sowie deren Stellvertreter. SPÖ, FPÖ und NEOS machen Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) dafür verantwortlich. Die Volkspartei weist das zurück. (sas)


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