Mordversuch auf Autobahn-Parkplatz bei Inzing: Es bleibt bei 15 Jahren Haft

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Symbolfoto.
© Böhm

Innsbruck – Eine brutale Auseinandersetzung zwischen zwei Lkw-Fahrern auf einem Autobahn-Parkplatz bei Inzing war am Donnerstag Thema am Innsbrucker Landesgericht. Das Opfer ist seither berufsunfähig, der Täter wurde bereits im April zu 15 Jahren Haft verurteilt: Das Landesgericht wertete die Attacke damals als Mordversuch. Gestern ging es für den Richtersenat allerdings nicht mehr um die Schuldfrage, sondern lediglich um das Strafmaß – der Pole hatte gegen die Strafhöhe berufen.

Sein Anwalt Mathias Kapferer verwies auf die eingeschränkte Zurechnungsfähigkeit seines Mandanten bei der Auseinandersetzung im Oktober 2019. Der Pole sei nicht nur schwer alkoholisiert gewesen, sondern habe auch einen Schlag auf den Hinterkopf erhalten: „Und das hat die weiteren Handlungen ausgelöst.“ Der Lkw-Fahrer beteuerte, nie aggressiv gewesen zu sein; „Ich war auch in meinem ganzen Leben nie in Schlägereien verwickelt.“

Für den Richtersenat änderte sich dennoch nichts: „Der Berufung wird nicht Folge gegeben“, verkündete die Vorsitzende nach kurzer Beratung. Die Milderungsgründe seien im Ersturteil ausreichend berücksichtigt worden. „Die Tat war zwar („nur“) ein Mordversuch, aber knapp vor der Vollendung“, erinnerte die Richterin noch einmal an die schweren und dauerhaften Verletzungsfolgen. (tom)

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