Lösung für Radweg in Kitzbühel gefunden

Der Stadt Kitzbühel ist es gelungen, eine Fuß- und Radverbindung nach Sonngrub zu schaffen. Dafür war ein Widmungstausch von 2029 m² notwendig.

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„Die Gestaltung der Wegoberfläche ist der Stadtgemeinde vorbehalten“, zitiert Bürgermeister Klaus Winkler (ÖVP) aus dem Dienstbarkeitsvertrag.
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Von Harald Angerer

Kitzbühel – Inoffiziell wurde er schon lange genutzt, nun wird er endlich legal. Der Gemeinderat in Kitzbühel musste in seiner jüngsten Sitzung über einen Dienstbarkeitsvertrag für einen Rad- und Fußweg von Sonngrub nach Winklernfeld entscheiden. Mit diesem Weg können die Bewohner aus Sonngrub, ohne über die Pass-Thurn-Straße fahren zu müssen, ins Stadtgebiet kommen. Die Versuche, hier einen Verbindungsweg zu schaffen, gibt es schon seit 2011.

„Nun ist es uns gelungen, mit dem Grundstückseigentümer eine Einigung über einen Wegverlauf zu erzielen“, freut sich GR Georg Wurzenrainer (ÖVP), Obmann des Bau- und Raumordnungsausschusses. Die Lösung sei gelungen, da es damit eine Anbindung in die Badhaussiedlung gebe und damit auch eine Busanbindung. Auch hätten alle anderen Varianten an den landwirtschaftlichen Flächen des Eigentümers vorbeigeführt. „Er wollte aber der Hundekotproblematik aus dem Weg gehen, da die Flächen landwirtschaftlich genutzt werden.

Für den Weg wird ein Vertrag zwischen Stadt und Grundeigentümer abgeschlossen. Dieser beinhaltet auch das Recht der Stadt, unter dem Weg Leitungen zu verlegen. Im Gemeinderat tauchte die Frage nach der Oberflächenbeschaffenheit des Weges auf, ob dieser geschottert oder asphaltiert wird. „Die Gestaltung der Wegoberfläche ist der Stadtgemeinde vorbehalten“, zitiert Bürgermeister Klaus Winkler (ÖVP) aus dem Dienstbarkeitsvertrag. „Wenn es der Stadt vorbehalten ist, dann würde ich Schotter bevorzugen“, sagt Marielle Haidacher (UK).

Die Einigung sieht aber auch eine Änderung des Raumordnungskonzeptes vor. Denn der Grundstückseigentümer wünscht sich einen Widmungstausch. Sprich, er möchte bereits gewidmete Flächen in einem anderen Bereich seines Grundstücks in den Bereich des Radweges verlegen lassen. Insgesamt handelt es sich um zwei Flächen, eine mit 1424 m² und eine weitere mit 605 m². Die kleinere Fläche muss angepasst werden, die große wird in den Bereich des Radweges verschoben. Für die kleinere Fläche wird der Neffe des Eigentümers einen Raumordnungsvertrag bekommen.

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„Mir sind die Gegenleistungen für den Weg zu hoch“, sagt SPÖ-Ersatzgemeinderat Reinhard Wohlfahrtstätter. Es handle sich um keine zusätzlichen Widmungen, sondern rein um einen Widmungstausch, betonten sowohl Bürgermeister Winkler als auch Bauausschuss-Obmann Wurzenrainer. „Der Eigentümer hat einen widmungsgleichen Tausch vor, er hat auf landwirtschaftlich hochwertigeren Flächen bereits eine Widmung. Er ist aber leidenschaftlicher Bauer und will daher diesen Widmungstausch“, erklärt Winkler. Den notwendigen Dienstbarkeitsverträgen wurde mit 16 Ja-Stimmen und drei Enthaltungen zugestimmt. Die Änderung des Raumordnungskonzeptes erhielt 15 Ja-Stimmen, bei zwei Nein und zwei Enthaltungen.


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