VW Caddy: Mini-Camper für spontane Zugvögel

VW hat seine Camper-Familie kräftig ausgebaut und auch der VW-Caddy darf nun den Namenszusatz „California“ tragen. Wir haben dem „kleinen“ Camper kürzlich auf den Zahn gefühlt.

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So praktisch und komfortabel das neue Bett auch ist, es benötigt auch etwas Platz im Kofferraum.
© Fellner

Von Lukas Letzner

Innsbruck – Dass es den VW Caddy als Camper-Version gibt, ist an sich nicht neu. Der VW Caddy Beach vereinte bis dato volle Alltags- und Innenstadttauglichkeit mit rudimentären Camper-Qualitäten und erfreute sich speziell bei jüngeren Zugvögeln großer Beliebtheit. Nachdem die legendäre California-Familie aber großen Nachwuchs bekommen hat – dem Bus wurde ein richtiges Wohnmobil auf Crafter-Basis zur Seite gestellt –, ist es nur logisch, dass nun auch das Nesthäkchen – der Caddy – den Namenszusatz California auf seinem Blechkleid tragen darf. So viel zur Theorie.

Doch nicht nur der Beiname ist neu. VW hat die Camping-Qualitäten beim neuen Caddy deutlich ausgebaut, weshalb sich die bisherigen Kurzurlaube leicht in etwas ausgedehntere Trips verwandeln lassen. Die wichtigste Frage, die man sich bei so einem Fahrzeug stellt, ist die nach der Schlafqualität. Und genau dort hat VW merklich nachgebessert. Das Bett des Caddy California wurde komplett neu konstruiert und steht jetzt auf einem eigenständigen und stabileren Unterbau. Dadurch kann man – vorausgesetzt man reist zu zweit – die hintere Sitzbank komplett entfernen und so für entsprechenden Stauraum sorgen. Zudem wurde der einfache Lattenrost durch Tellerfedern ersetzt. Wir haben es zwar nur kurz ausprobiert, der Schlafkomfort dürfte aber deutlich besser sein als bisher. Kleines Manko: Wenn das Bett nicht verwendet wird, dann liegt es zusammengefaltet im Laderaum und beansprucht entsprechend viel Platz.

© Fellner

Ebenfalls mit an Bord sind die aus dem Vorgänger bekannten Taschen, welche sich in den hinteren Seitenfenstern anbringen lassen und mit bis zu fünf Kilo Gepäck belastet werden können. Um den nötigen Sichtschutz bei den vorderen Fenstern kümmern sich entfernbare Gardinen, die bei einer Übernachtung mittels Magneten in den Fenstern angebracht werden können. Was wir nicht ganz nachvollziehen können, ist, warum sich die Fenster der hinteren Reihe nun gar nicht mehr öffnen lassen.

Um auch für das Frühstück entsprechend gerüstet zu sein, findet sich unter dem Bett eine Stofftasche, welche Campingstühle und einen Tisch beherbergt. Und weil der Kaffee am Morgen besonders wichtig ist, hat man auch gleich eine Miniküche mit Gaskocher – samt Windschutz – und Stauraum für Besteck und Geschirr mit dabei. Es lässt sich also aushalten!

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Wer im Caddy doch zu wenig Platz hat oder vielleicht mit Kind und Kegel unterwegs ist, der sollte das optionale Heckzelt mitordern. Es ist frei stehend und kann gegebenenfalls alleine bleiben. Eine zusätzliche Schlafkabine erweitert die Einsatzmöglichkeiten. Außerdem ist der Aufbau kinderleicht, denn das Zelt verfügt über ein aufblasbares „Gestänge“. Ach ja: Was der Caddy auch noch kann, ist fahren! Und das ausgesprochen gut sogar. Der lange Radstand und das ausgezeichnete Fahrwerk sorgen für einen sehr guten Abrollkomfort, und der 122 PS starke Diesel sorgt für ein entsprechendes Vorankommen. Dank MQB sind das neue „Digital Cockpit“ und die bis zu 10,0 Zoll (ca. 25 cm) großen Infotainmentsysteme aus dem neuen Golf auf Wunsch ebenfalls an Bord – zumindest gegen Aufpreis, versteht sich.

Apropos Preis: Wer sich das mobile Zuhause anschaffen will, der muss mindestens 30.463 Euro übrig haben.


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