Jede fünfte Frau einmal im Leben von Gewalt betroffen

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In Deutschland wurde 2020 mit der Installation „Broken“ des Künstlers Dennis Josef Meseg auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht.
© imago

Innsbruck – Corona hat die Lage von Frauen und Kindern, die mit Gewalt konfrontiert sind, noch verschärft. Das ist eine Erkenntnis, die sich durch ganz Österreich zieht und bei der Videokonferenz der Landesfrauenreferentinnen letzte Woche wieder zur Sprache gekommen ist. Tirol hat derzeit den Vorsitz der Landeshauptleute, Tirols Frauenlandesrätin Gabriele Fischer von den Grünen hatte zur Konferenz eingeladen. Allein heuer wurden bereits 24 Frauenmorde registriert. Die mutmaßlichen Täter stammen aus dem Umfeld der Opfer. „Diese Zahlen sprechen mehr als tausend Worte und es besteht dringender Handlungsbedarf“, meinte Fischer.

Insgesamt ist etwa jede fünfte Frau unabhängig von Status, Einkommen und Schichtzugehörigkeit mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt betroffen.

Die Frauenreferentinnen waren sich einig, dass es einen „echten regelmäßigen Gewaltschutz-Dialog zwischen den Bundesländern und der Bundesregierung brauche. Der Kampf gegen Gewalt an Frauen und Mädchen sei der gesamten Regierung ein Anliegen, versicherte Frauenministerin Susanne Raab (ÖVP). (aheu)

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