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„Blues Brothers“ im Landestheater: So spritzig wie ein Sitzkonzert

Das Landestheater bringt mit „Blues Brothers. Im Auftrag des Herrn“ einen Kultfilm auf die Theaterbühne. Ein Stück zwischen bunter Show und nicht gestellten Fragen.

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Jake (Jan Schreiber) und Elwood (Kristoffer Nowak) sind in göttlicher Mission unterwegs: Die „Blues Brothers“ machen irgendwann die Theater- auch zur Konzertbühne.
© Birgit Gufler

Von Barbara Unterthurner

Innsbruck – Es ist wohl der berühmteste Auftrag des Herrn. Für all jene, die seit 1980 schon einmal im Kino waren, muss diese Story eigentlich nicht noch einmal zusammengefasst werden. Dennoch der Vollständigkeit halber: Jake und Elwood Blues müssen ein Kinderheim vor der Schließung retten. Mit ihrer bisherigen Überlebens-/Geldbeschaffungstaktik – da mal eine Tankstelle ausräumen, dort mal die Zeche prellen – kommen die beiden Hallodris hier allerdings nicht weit. Dann hat Jake, gerade frisch aus dem Gefängnis entlassen, die Erleuchtung. Die einzige Chance, die fehlenden 5000 Dollar zusammenzukratzen: Sie müssen „die Band“ aka The Blues Brothers wieder auf die Bühne bringen. Eine turbulente Reise beginnt.

So weit, so Kult. 1980 kam „The Blues Brothers“ ins Kino und hat sich als Must-see – trotz unnötiger Fortsetzung – bis heute gehalten. Das liegt am Soundtrack, das liegt an den Stars, das liegt am Humor. Und am Kostüm – so simpel, so cool. Keine Faschingsparty ohne mindestens drei Blues-Brothers-Pärchen im Raum.

Längst wurde der musikalische Roadtrip auf die Musicalbühne hochgejazzt, in Innsbruck schlug er jetzt im Theater auf. Am Samstagabend hatte das Stück Premiere. Susi Weber, die am Landestheater vor zehn Jahren etwa auch „The Rocky Horror Show“ inszenierte, zeigt die „Blues Brothers. Im Auftrag des Herrn“ als bunte Show im Großen Haus. Ist es ein Schauspiel mit Musik? Ist es ein Musical mit zu vielen Sprechszenen? Ist es eine Revue? Ist es wurscht? Eigentlich ja, denn das Pandemie-gebeutelte Publikum wünscht sich leichte Unterhaltung – und das Landestheater spielt.


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