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Erst geehrt, dann abgeschoben? Henry Okoh soll das Land verlassen

Vor einer Woche wurde in Innsbruck Henry Okoh als couragierter Mitbürger ausgezeichnet. Dann erhielt der Nigerianer aber einen negativen Asylbescheid.

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Vor einer Woche präsentierte Henry Okoh zwischen LH Günther Platter (l.) und LPD Edelbert Kohler noch stolz seine Auszeichnung.
© Kranebitter

Innsbruck, Roppen – Die Geschichte ist an Absurdität kaum zu übertreffen: Vor einer Woche stand Henry Okoh mit stolz geschwellter Brust und „Tirol im Herzen“ auf dem T-Shirt zwischen LH Günther Platter und Landespolizeidirektor Edelbert Kohler und wurde als couragierter Mitbürger ausgezeichnet. Der 20er-Verkäufer hatte wenige Tage zuvor einen Ladendieb festgehalten, bis die Polizei vor Ort war. Gemeinsam mit anderen Personen, die die Polizei im vergangenen Jahr unterstützt hatten, war der 33-jährige Nigerianer im Landhaus geehrt worden. Doch wenige Stunden später stellte sich heraus, dass der soeben Ausgezeichnete auch in der zweiten Instanz einen negativen Asylbescheid und gleichzeitig die Aufforderung zum Verlassen des Landes erhalten hatte. Die letzte Hoffnung ruht auf dem Verfassungsgerichtshof.


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