Bratislava Capitals ziehen sich aus ICE-Liga zurück

Der Abgang vieler Spieler legte bereits in den vergangenen Tagen nahe, dass die Bratislava Capitals nach dem tragischen Ableben von Spieler Boris Sadecky und Manager Dusan Pasek, der sich offenbar in der Verantwortung für Sadecky (Herzprobleme) sah, nicht mehr an der ICE Hockey League teilnehmen werden.

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Innsbruck – Die Bratislava Capitals steigen aus der laufenden Saison der ICE-Eishockeyliga aus. Der slowakische Club hat nach zwei Todesfällen zu Monatsbeginn den Rückzug für diese Saison mitgeteilt, eine Sonderkommission der Liga hat am Dienstagabend die weitere Vorgangsweise festgelegt. Die bisherigen Ergebnisse von Bratislava werden in der Wertung belassen, die Tabelle wird ab sofort nach dem Punkteschnitt berechnet.

"Der Rückzug der iClinic Bratislava Capitals aus dem laufenden Bewerb wird auf Grund der tragischen Vorkommnisse der vergangenen Wochen mit Verständnis, jedoch großem Bedauern zur Kenntnis genommen", hieß es in einer Mitteilung der Liga. Anfang November war ihr Spieler Boris Sadecky bei einer Partie gegen Dornbirn zusammengebrochen und später verstorben. Zwei Tage später ist Geschäftsführer Dusan Pasek tot aufgefunden worden.

Sonderkommission musste entscheiden

Da ein freiwilliger Ausstieg während der Saison im Regulativ nicht vorgesehen war, musste die Sonderkommission mit Liga-Präsident Jochen Pildner-Steinburg, Vizepräsident Karl Safron und zwei Mitgliedern der ICE-Rechtskommission entscheiden, wie es weitergeht. Die Kommission beschloss nun, dass die bisherigen Bratislava-Spiele in der Wertung bleiben, der Club aber nicht mehr in der Tabelle geführt wird und die noch geplant gewesenen Spiele der Capitals ohne Strafverifizierung aus dem Spielplan genommen werden.

Die Tabelle des Grunddurchgangs wird daher umgestellt, statt nach Punkteanzahl wird nun nach Punkteschnitt gereiht. "Durch die beschlossene Vorgehensweise werden den Akteuren keine Punkte weggenommen, die in einem ehrlichen sportlichen Wettkampf errungen wurden. Aus Sicht der Kommission ist dies für alle Spieler und Teams die fairste Lösung, auch wenn es nicht die einfachste ist. Gleichzeitig haben wir durch das Punkteschnitt-System die Möglichkeit auf etwaige pandemiebedingte Spielausfälle kurzfristig und flexibel zu reagieren", begründete Pildner-Steinburg die Umstellung auf das in der DEL praktizierte Punkteschnitt-System.

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In der Tabelle lag vor den Abendspielen unverändert Olimpija Ljubljana (2,25) vor Fehervar (2,059) in Führung. Salzburg (1,684) rutschte hinter Innsbruck (1,778) und HCB Südtirol (1,706) auf Rang fünf zurück. Die weitere Reihung: 6. Vienna Capitals (1,647) - 7. VSV und KAC (1,471) - 9. Znojmo (1,438) - 10. Dornbirn (1,188) - 11. Graz (1,176) - 12. Linz (0,882) - 13. Pustertal (0,75) (APA)


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