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Tiroler Freizeitpark-Betreiber haftet alleine für Unfall

Nachdem in Freizeitpark Sicherungspflichten verletzt wurden, verneinte Gericht nun auch mögliches Mitverschulden einer Zehnjährigen an Unfall.

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Freizeitparks kommen dem Erlebnis- und Bewegungsdrang von Kindern entgegen. Der Schutz der Kleinen obliegt jedoch den Betreibern.Symbolbild: TT

Von Reinhard Fellner

Innsbruck – Hüpfburgen, Trampoline, Klettergerüste – gewerbliche Freizeitparks lassen Kinderträume wahr werden. Ab Bezahlung eines Eintrittsgelds verschiebt sich jedoch die Spaß-/Verantwortungsebene fast vollumfänglich in Richtung Betreiber, wie nun ein rechtskräftiges Urteil des Innsbrucker Landesgerichts (LG) feststellt.

Ausgangspunkt der Entscheidung war der schwere Turnunfall einer Zehnjährigen in so einem Tiroler Vergnügungspark. Das Mädchen war zuvor im Rahmen eines Einführungskurses von einem Instruktor des Parks aufgefordert worden, übungsweise auf einer Matte über Hindernisse zu springen. Dabei erklärte der Mitarbeiter den Kindern zwar die Sprungtechnik, beobachtete diese dann aber bei der Ausführung aus drei Metern Entfernung. Das Mädchen stürzte, ohne aufgefangen werden zu können. Resultat: ein komplizierter Armbruch mit Spätfolgen.


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