Erst geehrt, dann abgeschoben? Bleiberecht für Okoh gefordert

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Vor einer Woche präsentierte Henry Okoh zwischen LH Günther Platter (l.) und LPD Edelbert Kohler noch stolz seine Auszeichnung.
© Kranebitter

Innsbruck, Wien – Der Fall von Henry Okoh, jenem Asylwerber, der bestens in Tirol integriert ist und nun aus Österreich ausgewiesen werden soll, schlägt weiter Wellen. Im Beisein von Landeshauptmann Günther Platter hatte die Tiroler Polizei den in Nigeria Verfolgten jüngst für sein vorbildliches Verhalten ausgezeichnet. Okoh bekam jedoch postwendend einen negativen Asylbescheid zugestellt.

Der Tiroler SPÖ-Chef, Georg Dornauer, sieht die Causa gar als symptomatisch für Fehler im heimischen Asylwesen. Für Dornauer sei „völlig klar, dass wir Henry Okoh nicht wieder nach Nigeria zurückschicken dürfen“.

Der grüne Integrationssprecher Georg Kaltschmid zeigt sich ebenfalls schockiert: „Menschen wie Henry sind eine Bereicherung für uns alle. Sie haben eine Chance verdient.“ Kaltschmid fordert die Zuerkennung des humanitären Bleiberechts, zumal Henry Okoh bereits eine fixe Arbeitszusage hat. (top)

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