Hochfeldbahn in St. Johann sperrt nicht auf: Tourismus enttäuscht

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Das Cooee alpin Hotel Kitzbüheler Alpen steht direkt neben der Hochfeldbahn in St. Johann, die sperrt in dieser Saison aber nicht auf.
© Mader

Von Michael Mader

St. Johann i. T. – Beim Bau des Cooee alpin Hotels Kitzbüheler Alpen in St. Johann von Ex-Skistar Rainer Schönfelder hat man sich aufgrund der Nähe zur Hochfeldbahn bewusst für diesen Standort entschieden. Das sei ein entscheidender Faktor beim Buchungsverhalten der Gäste, heißt es seitens des Hotel-Managements. Gerade diese Bahn wird in dieser Saison allerdings nicht aufsperren.

Wie berichtet, hatte sich eine Anrainergemeinschaft kürzlich in einer E-Mail an den Geschäftsführer der St. Johanner Bergbahnen, Robert Horntrich, gewandt. Darin meldete sie dringenden Bedarf an der Inbetriebnahme der Hochfeldbahnen I und II sowie der Beschneiung der Anlagen und Pisten bis ins Tal ab dem 8. Dezember 2021 an.

Mitstreiter des Cooee alpin Hotels Kitzbüheler Alpen mit seinen 180 Betten ist unter anderem das Explorer Hotel Kitzbühel in St. Johann mit 200 Betten, dessen Standort ebenfalls aufgrund der Nähe zum Lift gewählt worden ist. Aber auch der Lacknerhof mit 120 Betten sowie die Skischulen St. Johann und Wilder Kaiser oder die Hochfeldalm und das Hirschberghaus haben sich der Forderung angeschlossen.

SkiStar St. Johann hat nun aber vermeldet, dass man in den Startlöchern für die kommende Wintersaison sitze: Der geplante Winterstart wird, wenn es die Schneelage zulässt, der 8. Dezember 2021 mit den Liftanlagen Eichenhof I und II sein. Am 18. Dezember folgen dann Harschbichl I und II sowie die Doppelsesselbahn Jodlalm. Die Einseilumlaufbahn Bauernalm nimmt am 23. Dezember 2021 ihren Betrieb auf. Wenn es die Schneelage zulässt, wird die Rodelbahn ab 30. Dezember von Donnerstag bis Sonntag, beleuchtet bis 24 Uhr, in Betrieb gehen, heißt es seitens der Bergbahn.

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Keine Rede also von den Hochfeldbahnen. Horntrich bestätigt das auch: „Aufgrund von Corona gibt es auch Reisebeschränkungen, die ein wirtschaftliches Betreiben der Hochfeldbahnen nicht zulässt. Zwischen 80 und 90 Prozent der Skiflächen in St. Johann sind aber in Betrieb.“ Man habe die Bevölkerung über die Öffnungen informieren wollen, weil bereits Gerüchte die Runde machten, dass St. Johann überhaupt nicht fahre. „Dass das bei den Hochfeldbahnen jetzt nicht erfreulich ist, ist mir durchaus klar.“ Kein Mensch wisse, wie es weitergehe. Firmenintern habe man sich für einen flexiblen Betrieb ausgesprochen.

Manfred Wolf, Resident-Manager des Cooee alpin Hotels Kitzbüheler Alpen, zeigte sich in einer ersten Stellungnahme sehr enttäuscht von der Entscheidung: „Mehr will ich nicht sagen, das hat die Anrainergemeinschaft ja schon gemacht.“ Die haben damals auch auf die von den Gästen zu zahlende Ortstaxe verwiesen, die zu einem guten Teil zweckgebunden für die Bergbahnen verwendet werde. Genützt hat das aber offensichtlich nichts.


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