Landecker Vizebürgermeister zahlt Preiserhöhung für Schwimmer

Eine Erhöhung für Schwimmbadeintritte zahlt der Landecker Vizebürgermeister aus eigener Tasche: 245,26 Euro.

  • Artikel
  • Diskussion
Ob sich die Eintrittspreise für das Landecker Schwimmbad 2022 erhöhen, war gestern noch nicht zu erfahren.
© Böhm

Landeck – Eine kuriose Lösung gibt es nach einer Debatte um die Gebührenerhöhung für das Landecker Schwimmbad. Der Preis für die Tageskarte sollte im heurigen Jahr um zehn Cent angehoben werden. In der letztjährigen Budget-Gemeinderatssitzung stieß das auf Kritik seitens der oppositionellen SPÖ – der Eintrittspreis wurde daraufhin für die Besucher nicht erhöht.

Der Landecker Vizebürgermeister Thomas Hittler, damals interimistischer Stadtchef, hat stattdessen angekündigt, dass er die Differenz von 5 Euro auf 5,10 Euro aus eigener Tasche begleichen werde. Das sei nun geschehen, sagt Hittler. Es handle sich um einen Betrag von 245,26 Euro. Der unrunde Betrag ergibt sich aufgrund der verschiedenen Schwimmbad-Tarife, auf die sich die Erhöhung ebenfalls ausgewirkt hatte. Für ihn war die Diskussion damals nicht „essenziell“, sagt Hittler heute, darum habe er sie beendet und diese Lösung vorgeschlagen.

„Die Summe wurde mir von meinem Salär abgezogen und stammt nicht aus den Verfügungsmitteln“, erklärt er. Er habe nicht gewusst, was auf ihn zukommen, ob es ihn 500 oder 1000 Euro kosten würde. Der Betrag sei ihm von der Amtskasse ausgerechnet und vorgelegt worden.

Ob es heuer wieder zu einer Gebührenerhöhung bei den Schwimmbad-Eintritten kommt oder der Tarif weiter gleich bleibt, das konnte Bürgermeister Herbert Mayer gestern noch nicht sagen: „Ich bin kein Hellseher.“ Das müsse im Gemeinderat am 9. Dezember beschlossen werden, betonte er. Es sei aber eine Kleinigkeit.

3 x Futterkutter-Kochbuch zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

Ob Vizebürgermeister Thomas Hittler eine etwaige Erhöhung im kommenden Jahr wieder aus eigener Tasche bezahlen würde? „Wahrscheinlich eher nicht“, sagt dieser. Wobei auch er dem Finanzausschuss in der Frage einer Gebührenerhöhung nicht vorgreifen wollte. (mr)


Kommentieren


Schlagworte