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Wechselbad für Tiroler Casinos geht weiter

Rauchverbot und vor allem Corona trafen auch die drei Tiroler Casinos. Glücksspiele lassen 640 Mio. Euro an Steuern rollen.

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Sorge wegen Corona-Lage: Casinos-Chefin Bettina Glatz-Kremsner.
© Böhm

Von Alois Vahrner

Innsbruck – Die Glücks-Kugel rollte in den letzten Jahren nicht immer günstig für die Casinos Austria. Mit November 2019 kam das generelle Rauchverbot in der Gastronomie, was sich gleich mit einem Besucherminus von 20 Prozent niedergeschlagen hat. Und dann kam Corona. „Normalerweise ist der 13. bei uns ja immer ein Glückstag, der 13. März 2020 mit dem Start des ersten harten Lockdowns war dann war aber ein schwarzer Freitag“, so Generaldirektorin Bettina Glatz-Kremsner gegenüber der TT.

Nach der Wiedereröffnung Mitte Mai 2020 hatte man zunächst weiter mit flauer Nachfrage zu rechnen. Kaum war das Geschäft dann wieder besser angelaufen (in früheren Normaljahren hatten die Casinos bundesweit bis zu 324.000 Gäste), kam mit dem nächsten Lockdown von 2. November bis 19. Mai dieses Jahres sogar ein mehr als halbjähriges Aus. Da sei das bisher größte Sparpaket alternativlos gewesen, sagt Glatz-Kremsner. Insgesamt 400 Jobs wurden gestrichen, ein Viertel der Belegschaft. Zudem habe man 50 Mio. Euro an Sachkosten eingespart.


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