Tiroler Gerichte bleiben im Lockdown in Vollbetrieb

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Die heimische Justiz musste in den letzten Jahren ja schon vielen Stürmen widerstehen und hatte auch bei den letzten Lockdowns den Betrieb, wenn auch teils eingeschränkt, fortgesetzt. Ab kommendem Montag bleibt der Betrieb aufrecht, wie das Landesgericht gestern der Tiroler Tageszeitung mitteilte. Sowohl am Landesgericht als auch an den Tiroler Bezirksgerichten sei eine Einschränkung des Verhandlungsbetriebs nicht vorgesehen. Veranlassungen im Verhandlungssaal obliegen dem jeweiligen Richter.

Die gestrige Enthaftung direkt nach einem Kokain-Prozess muss einem 38-jährigen Tiroler wie ein Wunder vorgekommen sein. Drohten ihm doch bis zu 15 Jahre Haft, nachdem ihn ein bereits verurteilter Großdealer bezichtigt hatte, dass er diesem 32 Kilo Kokain aus Deutschland geliefert hätte. Das stimmte nur im Kern. Nachdem Verteidiger Hubert Stanglechner zu den schwer belastenden Angaben nämlich etliche Widersprüche herausgearbeitet hatte, blieb letztlich nur übrig, dass sich der Tiroler über eine Quelle in Leipzig seinen Jahresbedarf an Kokain nach Rosenheim hatte liefern lassen. Für letztlich 100 Gramm für den Eigenkonsum ergingen darauf 1600 Euro Geldstrafe. Der achtfach vorbestrafte Dealer aus Leipzig fasste für den Beitrag zum Kokainschmuggel jedoch ein Jahr Haft aus. (fell)

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