AMS-Chef Kopf rechnet erneut mit 500.000 in Kurzarbeit

Der Chef des Arbeitsmarktservice (AMS), Johannes Kopf, erwartet durch den neuerlichen Corona-Lockdown bis zu eine halbe Million Menschen in Kurzarbeit. Er geht davon aus, dass viele Unternehmen diese staatliche Hilfe wieder in Anspruch nehmen werden.

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Die Pandemie und der Lockdown setzen den Arbeitsmarkt erneut massiv unter Druck.
© Böhm

Wien – Der Chef des Arbeitsmarktservice (AMS), Johannes Kopf, erwartet durch den neuerlichen Corona-Lockdown bis zu eine halbe Million Menschen in Kurzarbeit. Er gehe davon aus, dass viele Unternehmen diese staatliche Hilfe wieder in Anspruch nehmen werden, „und dass wir auch damit rechnen müssen, dass die Kurzarbeit wieder einige hunderttausend erreicht, wahrscheinlich drei-, vier-, fünfhunderttausend Menschen in Kurzarbeit“, sagte Kopf am Samstag im ORF-Radio. Ab Montag gilt in Österreich ein dreiwöchiger Lockdown.

Kopf schätzt, dass neben der Kurzarbeit auch die Arbeitslosigkeit steigen wird. Er geht von „einigen zehntausend“ mehr Arbeitslosen aus. „Vor allem aus den Branchen, die besonders betroffen sind. Das ist Tourismus, das ist Gastronomie, der Handel, auch körpernahe Dienstleistungen, Friseure und so weiter“, zählte der Vorstand des Arbeitsmarktservice auf.

Das Arbeitsministerium rechnet damit, dass aufgrund des neuerlichen Lockdowns ähnlich viele Mitarbeiter in Kurzarbeit sein werden wie während des Lockdowns im vorherigen Winter. Damals waren rund 360.000 Arbeitskräfte in Kurzarbeit. Bleibt es bei drei Wochen Lockdown, rechnet AMS-Chef Kopf mit einer schnellen Erholung am Arbeitsmarkt innerhalb weniger Wochen. (APA)

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