Mit Romy und anderen Prominenten ins neu sanierte Parlament

Im sanierten Parlament sollen prominente Namen den Weg weisen. Im Herbst 2022 steht die Rückübersiedlung an.

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Vertrauter Eindruck, moderne Technik: der Sitzungssaal des Nationalrats.
© APA/Neubauer

Wien – „Wir ziehen im Herbst 2022 ein“: Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) ist zuversichtlich, dass der Fahrplan für den Abschluss der Sanierung des historischen Parlamentsgebäudes an der Ringstraße hält. Als mögliches Datum für die Rückkehr aus dem Ausweichquartier in der Hofburg gilt der Nationalfeiertag am 26. Oktober.

Die Sanierung läuft seit vier Jahren. An vielen Stellen ist schon sichtbar, wie sich das alte Haus künftig präsentieren wird. Die Bänke für die Abgeordneten sind bereits montiert. Unter der neuen Glaskuppel ist schon ein Blick in den Saal möglich. Im Untergeschoß nimmt das neue Besucherzentrum Gestalt an.

Das Motto lautet Patina statt Hochglanz. Das ist auch dem Denkmalamt geschuldet, das in die Planung von Beginn an eingebunden war – im historischen Sitzungssaal mit dem Originaldesign von Theophil Hansen aus dem 19. Jahrhundert genauso wie im Plenarsaal des Nationalrats. Dieser stammte aus den 1950er-Jahren, geplant von Max Fellerer und Eugen Wörle. Die durchgesessenen Sitze mussten weichen. Die vertraute Holzvertäfelung blieb. Unter der alten Oberfläche verlegten die Arbeiter zig Kilometer Kabel und Leitungen.

Künstler, Wissenschafter und Nobelpreisträger weisen den Weg

Dennoch werden sich Abgeordnete und Mitarbeiter vielfach neu orientieren müssen. Wo bisher Nummern die „Lokale“ (so heißen im Parlamentsjargon die Besprechungsräume für die Ausschüsse) bezeichneten, sollen es künftig prominente Österreicherinnen und Österreicher sein. Künstler, Wissenschafter, Nobelpreisträger, sagt Sobotka – aber keine Politiker.

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Wer in welchen Räumen zu Ehren kommt, müssen die drei Präsidenten und die Klubobleute in der Präsidialkonferenz festlegen. Einige Vorschläge kursieren aber schon. Das Café im neuen Dachgeschoß, das auch für Besucher offen sein wird, könnte an Berta Zuckerkandl erinnern. In ihrem Salon gingen namhafte Künstler ein und aus.

Als Fixstarterin gilt Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner. Ebenfalls gesetzt sind Sigmund Freud, Erwin Schrödinger, Arthur Schnitzler sowie die Schauspielerin und Erfinderin Hedy Lamarr. Und wer als Bürgerin und Bürger künftig eine Sitzung des Nationalrats besuchen will, könnte den Reden der Abgeordneten von der Romy-Schneider-Galerie aus zuhören. (sabl)


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