Med-Uni weist Kritik an Präsenz-Lehre während des Lockdowns zurück

Kritik an der geplanten Präsenz-Lehre während des Lockdowns weisen die Verantwortlichen der Medizinischen Uni Innsbruck zurück. Die Med-Uni habe ihr Lehrangebot den Anforderungen einer Reduktion persönlicher Kontakte entsprechend adaptiert, hieß es.

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Innsbruck – In einem Schreiben an Politik und Medien hat ein Student der Med-Uni Innsbruck den Umgang der Universität mit der Corona-Situation als „verantwortungslos“ bezeichnet. „Kaum ist der bundesweite Lockdown angekündigt, wird vom Vizerektor der Med-Uni Innsbruck eine E-Mail an die Studentinnen und Studenten versandt, dass sich für sie quasi nichts ändert. Die gut 3000 Jungmedizinerinnen und Jungmediziner werden am kommenden Montag wieder ins Klinikgelände in Innsbruck pilgern, um an den Vorlesungen und Pflichtpraktika in Präsenz teilzunehmen, wie bereits seit Anfang Oktober“, heißt es darin. Man müsse sich vorstellen, dass sich Menschen nicht von ihren Angehörigen verabschieden können, aber tagtäglich mehrere hundert Studierende die Klinik besuchen, um an Praktika und Vorlesungen teilzunehmen. Für viele sei das ein nicht nachvollziehbarer Schritt des Rektorats, zumal Praktika, die in den vergangenen Jahren online abgehalten wurden, nun doch in Präsenz stattfinden.

Rektor Wolfgang Fleischhacker und Wolfgang Prodinger, Vizerektor für Lehre und Studienangelegenheiten, weisen die Kritik zurück. Die Med-Uni habe ihr Lehrangebot den Anforderungen einer Reduktion persönlicher Kontakte entsprechend adaptiert: „Vorlesungen werden ab Montag im Hybrid-Modus abgehalten. Jeder Studierende kann die Vorlesungen auch im Stream verfolgen. Gewisse Vorlesungen finden nur online statt. Verschärfte Sicherheits- und Hygieneregeln (z. B. Maskenpflicht während der Vorlesungen und in allen Praktika seit Semesterbeginn) tragen zusätzlich dazu bei, dass ein – wenn auch eingeschränkter – Lehrbetrieb trotzdem weiterhin möglich ist.“ Prüfungen und Praktika müssten aber stattfinden können, um das Fortkommen der angehenden Ärztinnen und Ärzte nicht zu behindern. Diese Vorgangsweise sei mit der Studierendenvertretung abgesprochen. (np)

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