Nach Corona-Dissonanz: Politiker entschuldigen sich für Fehler

Nach den öffentlich ausgetragenen Corona-Streitigkeiten innerhalb der Regierung aber auch zwischen den Ländern entschuldigten sich mehrere Politiker bei der Bevölkerung.

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Bundeskanzler Alexander Schallenberg entschuldigte sich vor allem bei den Geimpften, die erneut Entbehrungen hinnehmen müssen.
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Wien – Österreich muss ab morgen in den nächsten Lockdown, sowohl Geimpfte wie auch Ungeimpfte. Das führt jetzt auch zu einem Reigen an Entschuldigungen. Nach Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein von den Grünen („leider sind auch wir als Bundesregierung hinter unseren Ansprüchen zurückgeblieben“) folgte Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP): Er müsse sich bei jenen entschuldigen, die alles richtig und alle Maßnahmen mitgemacht hätten. Es sei eine „Zumutung“, dass man auch diesen Menschen nun mit dem Lockdown für diesen Akt der Solidarität die Freiheit nehme: „Das tut mir leid“, erklärte Schallenberg. Mit 12. Dezember werde der Lockdown für Geimpfte enden, für Ungeimpfte gebe es kein Enddatum. Es müsse endlich gelingen, die Impfquote so hinaufzubringen, dass man keine weiteren Lockdowns brauche.

Gestern gestanden auch die beiden ÖVP-Landeshauptleute Thomas Stelzer (Oberösterreich) und Hermann Schützenhöfer (Steiermark) Fehler ein. „Wahrscheinlich hätte das eine oder andere früher passieren müssen“, so Stelzer. Einen Rücktritt lehnt er aber ab – er nehme seine Verantwortung in vollem Ausmaß wahr.

„Das Bild, das wir alle nach dem letzten Sonntag abgegeben haben, war für uns erbärmlich“, so Schützenhöfer. Man habe Fehler nicht bewusst gemacht. Jetzt wolle man zusammen „einen Weg zu gehen, der den Menschen zeigt: Die meinen es ernst, wir müssen eine Zeit lang alles andere unterordnen.“ (TT, APA)


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