Wegen Corona-Fällen in Quarantäne: Haie auf Tauchstation

Weitere Corona-Fälle bei den Innsbrucker Haien legten auch das gestrige Villach-Heimspiel auf Eis. Wie und wann’s weitergeht, steht in den Sternen.

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Die Ansprachen auf der Haie-Bank um das Trainergespann Flo Pedevilla (l.) und Mitch O’Keefe sind vorerst ruhend gestellt.
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Von Alex Gruber

Innsbruck – Die ICE Hockey League wollte das Match der Haie gegen Villach am Samstag noch über die Bühne bringen, zumal das Regelwerk besagt, dass einem Team mindestens zehn Feldspieler plus ein Tormann zur Verfügung stehen müssen. Nach einer weiteren Testreihe bei den Innsbrucker Haien spielte es am Sonntagmorgen aber Granada und tat sich wie schon im Vorjahr ein Corona-Cluster mit an die 15 positiven Fällen auf. Somit wurde das VSV-Match, das vor dem Lockdown das letzte vor den treuen Fans gewesen wäre, wie schon das Fehervar-Heimspiel am Freitag aufgrund medizinischer Vorsichtsmaßnahmen abgesagt und verschoben.

„Die Gesundheit geht vor“, war in vier Worten von HCI-Obmann Günther Hanschitz (eigentlich) alles gesagt. Nach dem Todesfall um Bratislava-Crack Boris Sadecky (24), der offenbar an Herzproblemen laborierte, sollte man jedes Risiko tunlichst vermeiden.

„Mir ist egal, was die Liga will. Die Gesundheit und Sicherheit unserer Spieler und unseres gesamten Teams stehen an allererster Stelle“, meldete sich Cheftrainer Mitch O’Keefe aus der Quarantäne-Station. Weil einige Tests in den vergangenen Tagen in beide Richtungen angeschlagen haben, war er mit den Nerven auch einigermaßen am Ende: „Ich mache mir im Moment keine Gedanken darüber, wann und wie es weitergeht. Wir werden einmal alle der Tiwag-Arena fernbleiben und uns um unsere Gesundheit kümmern. Dann werden wir weitersehen“, führte der Kanadier und zweifache Familienvater aus. In der Hoffnung, dass die körperliche wie physische Schwächung der aktuellen Situation nicht negative Wellen für die weiteren Auftritte der Haie in einer bislang so starken Saison schlägt.

Das nächste Match stünde am Freitag in Znojmo auf dem Programm, das nächste Heimspiel ist für den 3. Dezember (gegen den KAC) terminisiert. Einstweilen kann man nur Genesungswünsche ins Haifischbecken schicken.


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