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AMS Tirol rüstet sich für Arbeitslosen-Welle

AMS erwartet bis Ende November einen Anstieg auf 24.000 Arbeitslose in Tirol. Bund rechnet mit 400.000 Menschen in Corona-Kurzarbeit.

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Mit dem Corona-Lockdown werden in Tirol Tausende Menschen zumindest vorübergehend den Job verlieren.
© imago

Von Max Strozzi

Innsbruck – Vorgestern, zum Start des Lockdowns, hat sich der Andrang beim AMS noch in Grenzen gehalten, schildert Tirols AMS-Chef Alfred Lercher: „Das hat uns selbst überrascht, aber die Menschen bauen vielleicht noch Urlaub ab“, sagt er. Das dürfte sich allerdings bald ändern. Bis Ende November könnte der Lockdown die Arbeitslosigkeit in Tirol auf insgesamt 24.000 Personen anschwellen lassen, erwartet Lercher. „Wir rechnen damit, dass alleine 12.000 Personen davon aus dem Bereich Gastronomie und Beherbergung kommen“, so der AMS-Chef. Ende Oktober waren in Tirol 17.800 Menschen arbeitslos, davon 6600 aus dem Tourismus.

Unklar sei laut Lercher zudem noch, wann genau die Bausaison zu Ende gehen wird und damit weitere Menschen saisonbedingt beim AMS landen. Das AMS Tirol rüstet sich jedenfalls für eine Arbeitslosen-Welle, gestern war Krisensitzung. „Wir bilden Teams, wir haben Home-Office etabliert, wir haben einen Plan entwickelt, wie wir glauben, das abwickeln zu können“, sagt Lercher.


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