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Hilferuf der Tiroler Altenheime, Personal überlastet

In Tirols Altenheimen mangelt es seit Langem an Personal. Ärger gibt es, weil PCR-Tests außerhalb der Häuser gemacht werden müssen.

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Die Mitarbeiter, die arbeiten, müssen die dünne Personaldecke kompensieren. Noch kämen Betreuungsleistungen nicht zu kurz, heißt es.
© Böhm

Von Anita Heubacher

Innsbruck – Die Personaldecke in Tirols Altenheimen ist schon seit Jahren dünn. Bereits vor der Krise hatten die Betreiber darauf aufmerksam gemacht. „Passiert ist nichts. Uns fehlen die Mitarbeiter. Das schlägt sich auf die, die arbeiten, nieder“, erzählt Robert Kaufmann, Obmann der Arge Altenheime. Die Pandemie habe die Situation verschlimmert. Manche Mitarbeiter seien krank, viele in Quarantäne, weil ihre Kinder oder sie selbst erkrankt seien. Dazu kämen Schwangerschaften und Pensionierungen. „Es kommen keine neuen Arbeitskräfte nach.“

Noch könne die Pflegequalität erhalten werden, sagt Kaufmann. Allerdings müssen viele Altenheime, wie berichtet, Betten leer stehen lassen. Nicht, weil die Nachfrage nicht da ist, sondern, weil das Personal fehlt. Nach zwei Jahren Pandemie sei das Personal ausgelaugt, die Fluktuation riesig.

Dabei ist die Lage in den Heimen heuer weitaus besser als letzten November. Damals brachen in Tirols Altenheimen immer wieder Cluster auf, die viele Todesopfer forderten. Heuer sind die meisten Heimbewohner bereits zum dritten Mal geimpft. „Nur ab und zu ist ein Bewohner positiv.“ In den Heimen gilt 2 G plus. Es haben also nur Genesene und Geimpfte mit negativem PCR-Test Zutritt. Zwei Besucher pro Bewohner und Tag sind möglich. Ein Sicherheitskonzept, das sich bewährt habe.


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