Neujahrsentschuldigungskarte 2022: „Fasserrössl“ ziert neue Kunstkarte

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Auf der Neujahrs-Entschuldigungskarte, gestaltet von Siegfried Obleitner, geht’s turbulent zu.
© Seeber

Hall – Die pandemischen Zeiten sind trist. Deshalb soll die Neujahrsentschuldigungskarte 2022 für Hall, Mils, Absam und Thaur eine lebendige, menschliche und humorvolle Botschaft transportieren. Die Marianische Männer-Kongregation (MK) und die Partisaner-Garde – sie haben die Tradition der Karten, mit denen sich Bürger einst elegant von der gesellschaftlichen Verpflichtung zu Neujahrsglückwünschen entheben konnten, 2017 zu neuem Leben erweckt – wählten dafür den Absamer Künstler Siegfried Obleitner aus. Dieser hat sich für das Motiv mit satirischer Lust auf die alte Fasnachtstradition des „Fasserrössls“ gestürzt.

Ausgehend von der Salinenstadt Hall, ist das „Fasserrössl“ in der Region bis heute fixer Bestandteil der Muller- und Matschgerer-Umzüge. Die chaotisch-vergnügliche Szenerie: Ein nobler Herr hoch zu Ross sucht eine Schmiede auf, da sein Pferd ein Hufeisen verloren hat. Doch die dem Alkohol zugeneigten Gesellen stellen sich ungeschickt an, das Ross schlägt aus und der Schmiedemeister tobt ...

Die Karte ist auf 200 Stück limitiert, die Nachfrage laut Organisatoren enorm. Letzte Karten sind (um 100 Euro) u. a. in allen Apotheken der Region erhältlich (Reservierung: bestellung@neujahr.tirol)

Der Erlös geht je zur Hälfte an die Vinzenzvereine Hall, Schönegg, Absam und Mils bzw. den Sozialverein Thaur sowie an die ökumenische Hilfsaktion „Christen in Not”: In Nigeria soll für 150 vertriebene christliche Familien ein neues Dorf errichtet werden.

Die vier bisherigen Entschuldigungskarten, jeweils von anderen Tiroler Kunstschaffenden gestaltet, brachten übrigens einen stolzen Spendenerlös von in Summe ca. 70.000 Euro ein. (TT, md)


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