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Kommentar zu HI-Virus: Infiziert mit Vorurteilen

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Benedikt Mair

Kommentar

Von Benedikt Mair

Wer es hat, nimmt Drogen, irgendwo in einer Gosse liegend, und steigt oft, mit ständig wechselnden Partnern ins Bett. Bestimmt. Kann nicht anders sein. Oder? Das kollektive Gedächtnis ist infiziert mit perfiden Vorurteilen gegenüber HIV-Positiven, mit alten, längst überholten Vorstellungen. Als wäre der Erreger nicht tückisch genug, müssen sich Betroffene mit Ausgrenzung und Diskriminierung auseinandersetzen.

Heutzutage ist das HI-Virus bei richtiger Behandlung nicht mehr zwingend todbringend. Dass das von ihm verursachte Aids ausbricht, kann, ebenso wie eine Übertragung, verhindert werden. Wird eine Ansteckung publik, bedeutet dies dennoch nicht selten den sozialen Exitus.


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