Corona-Folgen für Wirtschaft und Sport: Das war „Tirol Live" am Mittwoch

Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Walser, WSG-Tirol-Trainer Thomas Silberberger und Stephan Aulitzky von der Wiltener Kerzenmanufaktur waren am Mittwoch zu Gast bei „Tirol Live“. Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen des neuerlichen Lockdowns standen dabei im Zentrum.

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📽️ Video | Die komplette Folge von „Tirol Live" am Mittwoch

Walser zu Lockdown: „Das ist jetzt der Worst Case“

Der vierte Lockdown sei zu seinem „sehr ungünstigen Zeitpunkt gekommen“, sagte der Tiroler WK-Präsident Christoph Walser (ÖVP) bei „Tirol Live“. Der Handel sei mitten im Vorweihnachtsgeschäft, die Vorbereitung auf die Wintersaison laufe. Es handle sich um einen „Worst Case“. Den Schaden bezifferte Walser alleine für Tirol auf 150 bis 180 Millionen Euro pro Woche. Das „schmerze unheimlich“.

Walser erinnerte daran, dass gerade jetzt die doppelten Gehälter, also Weihnachtsgelder, zu bezahlen sind. Dafür hätten viele Betriebe die starken Umsatzwochen gebraucht. Wenn man am 13. aufsperre – wovon er ausgehe – fehlen trotzdem die „vier stärksten Wochen im Jahr“.

Der Lockdown sei nicht alternativlos gewesen, meinte Walser. Man hätte früher handeln müssen, als man gesehen habe, dass die Zahlen steigen. Es wäre etwa möglich gewesen, Veranstaltungen wieder herunterzufahren oder 3G bzw. 2G einfach früher einzuführen, meinte der WK-Obmann. Auch hätte man, als man gemerkt habe, dass der Impfstoff früher als gedacht nachlasse, auch die Geimpften einmal pro Woche testen müssen. „Damit hätten wir das glaube ich eingrenzen können“, so Walser.

Laut Walser hätte man auch auf neue Massentests setzen sollen. Diese hätten aber verpflichtend sein müssen. Der WK-Präsident lobte auch das Modell „Wien gurgelt“, bei dem sich Wiener kostenlose PCR-Tests durch eine Gurgellösung holen können. Mit einer Impfpflicht habe er keine Freude, das trage weiter zur Spaltung bei.

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📽️ Video | Christoph Walser in „Tirol Live“

WSG-Coach Silberberger mit klaren Ansagen aus der Quarantäne

Das Lied von Corona singen kann auch Thomas Silberberger. Der Trainer des Bundesliga-Vereins WSG Tirol hat einen positiven PCR-Test abgeliefert und befindet sich derzeit in Quarantäne. Silberberger wurde deshalb via Zoom zugeschaltet: „Ich war selber völlig überrascht, weil ich völlig symptomfrei bin. Zudem halte ich mich strikt an die Vorgaben, aber in Zeiten wie diesen ist man von einer Ansteckung nicht gefeit.“ Die Hoffnung lebt, dass er sich für das wichtige Auswärtsspiel in Altach (Samstag) am Freitag freitesten kann, um an der Linie zu stehen.

Fakt ist aber, dass Corona auch Profisportler vor komplett neue Herausforderungen stellt. In „Tirol Live“ zog Silberberger darüber hinaus ein erstes Resümee über die zu Ende gehende Herbstsaison in der Fußball-Bundesliga.

📽️ Video | Thomas Silberberger in „Tirol Live“

Lockdown und die Auswirkungen auf Standl-Betreiber

Zu Wort kam am Mittwoch auch Stephan Aulitzky, der in Innsbruck-Wilten eine Kerzenmanufaktur betreibt und seine Produkte heuer erstmals auf einem Stand am Christkindlmarkt verkaufen wollte. Der Lockdown hat ihm wie vielen anderen auch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wie er damit umgeht, darüber sprach er bei „Tirol Live“.

📽️ Video | Stephan Aulitzky in „Tirol Live“

🎧 Podcast | „Tirol Live“ zum Nachhören


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