Weitwanderweg wird erweitert: Spektakuläre Blicke auf die Isel

Der Weitwanderweg Iseltrail erhält die noch ausstehenden Aussichtspunkte und soll in einem halben Jahr endgültig fertig gestellt sein.

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Gestern hat das Metallbauunternehmen die Tragkonstruktion für die neue Iseltrail-Aussichtsplattform „Feglitz-Palfen“ montiert.
© Metallbau Trost/Köll

Von Christoph Blassnig

Huben/Feld – Der Weitwanderweg Iseltrail hat sich in nur zwei Jahren zur Attraktion entwickelt, die in den Sommersaisonen Einheimische und Gäste gleichermaßen begeistert. „Mit verhältnismäßig geringem finanziellem und technischem Aufwand installieren wir im kommenden halben Jahr noch ausständige Aussichtspunkte“, sagt TVB-Obmann Franz Theurl. Das Land hatte dem Weitwanderweg-Projekt heuer 500.000 Euro als Investitionsförderung zugewiesen.

Aktuell montiert ein Matreier Metallbauunternehmen bei Huben/Feld mit Sicht auf den so genannten „Feglitz-Palfen“ eine Aussichtsplattform. Dieser Flussabschnitt zählt bei Paddlern zu den bekanntesten in Osttirol, denn die Stromschnellen des dortigen Isel-Kataraktes gelten als „Wuchthammer“, wie es der Wildwasserführer des Tourismusverbandes beschreibt. Dieser fordernde Katarakt ist für die Wassersportler die meiste Zeit über fahrbar, sollte jedoch unbedingt vorher besichtigt werden.

Walter Hopfgartner, Leiter des Fachbereichs Wasserwirtschaft im Baubezirksamt Lienz, hat den Entwurf für die neue Aussichtsplattform geliefert. Das Metallbauunternehmen, das nach Hopfgartners Vorlage die Plattform errichtet, hat auch die Aussichtsplattformen zu den Umbalfällen im Oberlauf der Isel geliefert.

Ein bestehendes Betonelement dient dabei als Fundament. Über die Länge von zwölf Metern führt vom Iseltrail aus ein Steg auf Stahlprofilen hin zum Fluss, als Aussichtspunkt am Ende ragt eine runde „Kanzel“ mit einem Durchmesser von knapp drei Metern über das Bachbett. Gitterrost soll bei jeder Witterung sicheren Tritt gewährleisten. Nicht nur die Wucht des Wassers wird an dieser Stelle unmittelbar zu bestaunen sein, man kann auch die Wassersportler bei ihrem Ritt über die Stromschnellen beobachten. Der Zugang zur Aussichtsplattform wird im Winter durch ein Gatter versperrt. Eine weitere Aussichtsplattform ist in Prägraten geplant.

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Nicht nur den Besuchern des Iseltrails könnte übrigens der bevorstehende Neubau der Kalser Brücke in Huben entgegenkommen. Wie berichtet, müsste die Brücke gänzlich neu errichtet werden, um für den Schwertransport eines 300-Tonnen-Transformators für das geplante Umspannwerk Matrei geeignet zu sein. „An dieser neuralgischen Engstelle des Iseltales kommen der Straßenverkehr, Fußgänger und Radfahrer zusammen. Mit einer neuen Brücke, die für alle Verkehrsteilnehmer ausgelegt ist, könnte man diesen Knoten unheimlich gut lösen“, setzt Theurl auf eine gute Planung.


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