Zusätzlicher Schutz? Med-Uni Innsbruck nimmt antivirale Sprays unter die Lupe

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Innsbruck – Im Nasenrachen sammeln sich bei einer Infektion besonders viele Coronaviren an. In Apotheken gibt es mittlerweile zig Varianten von „antiviralen“ Sprays, die eine Verringerung der Viruslast versprechen. Viele der Sprays sind nicht als Medikament, sondern als rezeptfreies Kosmetikprodukt deklariert. Forschungen zur Wirksamkeit laufen an der Med-Uni Innsbruck. Im Rahmen der Tiroler Innovationsförderung konnten auch heimische Hersteller einreichen, darunter der in Tirol hergestellte Spray Salopur.

Insgesamt hat der Immunologe Wilfried Posch mit Kollegin Doris Wilflingseder sechs Sprays an humanen Zellkulturmodellen in einem 3D respiratorischen Lungenmodell auf die Wirksamkeit gegen SARS-CoV-2 getestet. Das Ergebnis: Aufgrund der Datenlage „könne man theoretisch von einem zusätzlichen Schutz als Prophylaxe ausgehen“, erklärt Posch. Es handle sich aber um Vorexperimente und es bräuchte noch Untersuchungen für eine klinische Wirksamkeit.

Als Rachendesinfektion bei Erkältung angeboten wird auch Viruprotect, hier konnte man einen Effekt von bis zu zwei Stunden sehen. Man könne antivirale Sprays als zusätzlichen Schutz neben Abstand, Händehygiene und Maske sehen, so Posch. Ersatz für Impfungen seien sie keine. (lipi)

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