Rotes Kreuz Reutte spulte 12.755 Fahrten ab

Sicherheitsmaßnahmen erschweren Arbeit der Helfer. Rotes Kreuz legt trotzdem eindrucksvolle Bilanz vor.

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Nur eine Handvoll Mitarbeiter war anwesend, der Rest verfolgte die Sitzung via Videokonferenz.
© Rotes Kreuz/Schedler

Von Simone Tschol

Reutte – Während in anderen Jahren im großen Sitzungssaal des Roten Kreuzes Reutte dichtes Gedränge herrscht, wenn die Bezirksstellenleitung zur Jahreshauptversammlung lädt, so fand sich heuer auch vor dem harten Lockdown nur ein kleiner Teil der Mitarbeiter dort ein. Aufgrund der pandemischen Entwicklung wurde – wie bereits im Vorjahr – das Gros der Mitarbeiter via Videokonferenz begrüßt.

Herausfordernde Zeiten liegen hinter den 35 Hauptamtlichen und 259 Freiwilligen. Nicht nur, dass die Pandemie unter anderem durch die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen die tägliche Arbeit zusätzlich erschwert, es mussten auch die Testmöglichkeiten durchgehend betreut werden. Darüber hinaus galt es für den neuen Vorstand unter Bezirksstellenleiter Stefan Scheucher auch die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen an der Einsatzzentrale in Reutte sowie die Übersiedelung der Ortsstelle Tannheim in den Einsatzalltag zu integrieren.

Die Helfer ließen sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Trotz aller Schwierigkeiten waren sie wieder rund um die Uhr abrufbereit. Dies schlägt sich auch in der Einsatzstatistik nieder. So wurden im abgelaufenen Jahr mit den 24 Fahrzeugen nicht weniger als 5926 Notfallrettungseinsätze und 6829 Krankentransporte abgespult. Unbeirrt wurden auch das Sozialwesen mit Essen auf Rädern sowie der Hausnotruf während der schwierigen Monate weiterbetreut.

Auch in die Ausbildungen wurde wieder viel Energie investiert. Neben den 26 abgehaltenen Erste-Hilfe-Kursen wurden von den Mitarbeitern 2300 Schulungsstunden absolviert.

121 Mitarbeiter standen im Corona-Einsatz – in der Screeningstraße, dem mobilen Screeningteam und dem Corona-Testbus. Sie führten in fast 9000 Arbeitsstunden 14.418 Testungen durch.

Nach einer langen Zeit der sozialen Einschränkungen war es dem Vorstand besonders wichtig, langjährige Mitglieder zu ehren und ihnen zu danken – wenn auch nur per Video. Am längsten mit dabei sind Andreas Reinstadler, Norbert Wolf und Christian Hofherr. Sie erhielten das Dienstjahresabzeichen in Gold für 30 Jahre Dienst beim Roten Kreuz.


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