Kritik an Corona-Hilfen aus Tirol, offener Sonntag wird verhandelt

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WKO und Gewerkschaft verhandeln über eine Sonntagsöffnung.
© Rita Falk

Wien, Innsbruck – Angesichts der „einzigartigen aktuellen Situation“ will die Gewerkschaft nun doch mit der Wirtschaftskammer über einen offenen 4. Advent (19.12.) verhandeln. Noch am Dienstag wurde die Forderung von der GPA abgelehnt, nun habe man aber Rückmeldungen vieler Betriebsräte sowie Beschäftigter, „dass sie aufgrund der Kurzarbeit und des Wegfalls von Sonderzuschlägen in der Vorweihnachtszeit einen Extra-Verdienst gut gebrauchen könnten“, heißt es. Zudem würden sich viele Sorgen um den Fortbestand ihres Unternehmens machen, weil der Online-Handel heuer zum besonders großen Konkurrenten wird“, so GPA-Vorsitzende Barbara Teiber.

Dem stationären Handel gehen Schätzungen der Johannes Kepler Uni zufolge aktuell 140 Mio. Euro Umsatz pro Tag verloren – und: „Die Hilfen greifen nicht“, heißt es aus der Tiroler Wirtschaftskammer. „Im November werden Handelsbetriebe per Verordnung für 30 % des Monats geschlossen. Um die Hilfen in Anspruch zu nehmen, müssen die Betriebe aber 40 % weniger Umsatz haben als im selben Monat 2019. Das kann sich rein rechnerisch gar nicht ausgehen“, so die Kritik. Als Betrachtungszeitraum müsse man die Schließtage, nicht die Monate heranziehen, so die Forderung der Sparte Handel. (ah)

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