„Wir für Telfs“ peilt auch im Februar die Absolute an

Zu den zentralen Zukunftsprojekten zählen für die Bürgermeisterliste u. a. der Ausbau des Einberger-Schulzentrums und des Pflegeheims Wiesenweg.

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Die Fraktion „Wir für Telfs“ um BM Christian Härting (5. v. l.) und Vize-BM Cornelia Hagele (4. v. r.) zog gestern eine positive Arbeitsbilanz.
© WFT

Von Michael Domanig

Telfs – Der offizielle Wahlkampfauftakt samt Listenpräsentation ist zwar erst für Jänner geplant. Doch für die Liste „Wir für Telfs“ (WFT) von Bürgermeister Christian Härting war es schon gestern an der Zeit, Bilanz über die vergangenen sechs Jahre zu ziehen und einen Ausblick auf wichtige Vorhaben zu geben – pandemiebedingt ohne Pressekonferenz vor Ort.

Die Listenerstellung sei „zu 90 % abgeschlossen“, berichtet Härting auf TT-Anfrage, Details dazu wollte er sich aber noch nicht entlocken lassen. Die Wahlziele sind hingegen klar: Er wolle als Bürgermeister wiedergewählt werden und mit WFT „erneut das Vertrauen gewinnen und so viele Mandate wie möglich erreichen“, erklärt Härting, seit 2010 im Amt. „Wenn es wieder die Absolute wird, sind wir natürlich froh.“ 2016 hatte „Wir für Telfs“ elf von 21 Mandaten erobert.

Härting betont im selben Atemzug aber auch, dass man in dieser Periode zwar nicht mit allen, aber doch mit den meisten anderen Fraktionen „sehr positiv und konstruktiv zusammengearbeitet“ habe. Genau deshalb sei in den letzten sechs Jahren „inhaltlich besonders viel weitergegangen“. Insgesamt seien in diesem Zeitraum Projekte mit einem Investitionsvolumen von über 47 Mio. Euro umgesetzt worden, heißt es in der Bilanzaussendung von WFT. Trotz dieses „hohen Investitionswillens“ sei es gelungen, den Schuldenstand inklusive Tochterunternehmen von 48,6 Mio. Euro (Anfang 2016) auf 46 Mio. Euro (mit Ende 2022) zu senken.

Große Investitionen gab es etwa im Bereich Kinderbetreuung – mit dem Neubau des Kinderkompetenzzentrums KIKO, der Sanierung des Kindergartens St. Georgen und zuletzt dem Neu- und Ausbau des Kindergartens Markt. Auch die schulische Tagesbetreuung sei erweitert, das Haus der Telfer Kinder „gesichert“ worden. „Ausreichend Platz für Kinder und Bildung gibt es trotzdem noch nicht“, weiß Härting. „Deshalb müssen wir in den nächsten Jahren unbedingt das Einberger-Schulzentrum erweitern und über neue Einrichtungen intensiv diskutieren.“

Im Seniorenbereich – wo etwa mit dem „Wohnzimmer“-Treffpunkt im Noaflhaus oder der Tagesbetreuung „Griaß enk“ neue Angebote etabliert wurden – stünden nun Ausbau und Sanierung des Alten- und Pflegeheims Wiesenweg im Fokus, sagt Härting.

Zentrales Wahlversprechen für die aktuelle Periode war die Attraktivierung des Ortszentrums. Hier könne sich das „Zwischenergebnis“ mit Begegnungszone, Bücherei und Spielothek am Wallnöferplatz oder dem neuen Bürgerservice im Obermarkt sehen lassen, meint Vize-BM Cornelia Hagele. „Im Vergleich mit anderen Gemeinden haben wir rechtzeitig die Kurve gekriegt. Die Leerstände werden weniger.“ Private Hausbesitzer würden nun ebenfalls kräftig investieren, mehrere Betriebsansiedlungen seien erfolgt. Diesen Weg wolle man konsequent fortsetzen.

Als weitere „Vorzeigeprojekte“ zählt WFT u. a. das neue Telfer Bad, das Abfallwirtschaftszentrum oder die Park-&-Ride-Anlage am Bahnhof Telfs-Pfaffenhofen auf. Apropos: Beim Öffi-Ausbau sind sich Härting und Hagele einig, dass in Zukunft „noch mehr passieren“ müsse.


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