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Leitartikel zu EU-Erweiterung: Ja, aber nur mit Reformen

Die Staaten des Westbalkan sitzen im Wartesaal der EU fest. Österreich fordert ein Ende des Zögerns und mehr Tempo beim Beitrittsprozess. Doch die EU hat längst eine kritische Größe erreicht. EU-Schwergewichte wie Frankreich bremsen.

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Vergangene Woche besuchte Außenminister Michael Linhart (ÖVP) auch nach Albanien.
© APA/BMEIA/MICHAEL GRUBER
Christian Jentsch

Leitartikel

Von Christian Jentsch

Österreichs Politiker geben sich am Westbalkan die Klinke in die Hand. Vergangene Woche besuchte Außenminister Michael Linhart (ÖVP) Nordmazedonien und Albanien, seine erste diplomatische Mission als neuer Außenminister führte ihn Mitte Oktober nach Sarajevo, in die Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina. Sowohl in Sarajevo als auch in Skopje und Tirana erklärte er wie sein Vorgänger und jetziger Kanzler Alexander Schallenberg das Engagement Österreichs für den Beitritt der Westbalkanstaaten zur EU zum Mantra der österreichischen Außenpolitik.

Linhart sprach davon, dass Europa ohne den Westbalkan nicht komplett sei. Und Österreich, das in der Region zu den wichtigsten Investoren zählt, mahnt zur Eile: Die rasche Erweiterung der Union um die sechs Länder des Westbalkans – Serbien, Montenegro, Nordmazedonien, Bosnien-Herzegowina, Albanien und der Kosovo – sei im strategischen Interesse der EU und könne nicht ewig auf die lange Bank geschoben werden.


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