Schallenberg und Harisch zu Lockdown, Schule und Co.: Das war „Tirol Live"

Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP), der Unternehmer und Kitzbüheler TVB-Obmann Christian Harisch und „Netzwerk Tirol hilft“-Chef Herbert Peer waren am Freitag zu Gast bei „Tirol Live“.

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📽️ Video | Die komplette Folge von „Tirol Live" am Freitag

Schallenberg: Lockdown-Ende am 12.12. als Ziel, Evaluierung nächste Woche

Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) stellte sich am Freitag bei „Tirol Live“ den Fragen von TT-Chefredakteur Alois Vahrner – etwa dazu, ob der Lockdown wirkt und wann er endet. „Wir haben den Lockdown zeitlich befristet und ich sehe erste Hoffnungsschimmer. Die Zahlen sind weiterhin hoch, aber sie stabilisieren sich. Ich möchte nicht den Tag vor dem Abend loben, aber wenn wir alle diszipliniert sind und die Kontakte auf ein absolutes Minimum beschränken, dann können wir schnell wieder da rauskommen", sagte Schallenberg.

Ob der Lockdown pünktlich mit dem 12. Dezember enden kann? „Wir haben eine klare politische Einigung, dass es das Ziel ist. Wir werden uns um das Wochenende vom 13. Dezember herum Öffnungsschritte überlegen. Beschränkt auf die 2G, auf die Geimpften und Genesenen. Diese Unterscheidung müssen wir leider vornehmen", betonte Schallenberg. Nächsten Dienstag werde die erste Evaluierung stattfinden und man müsse zur Kenntnis nehmen, dass es im Spitalswesen weiter sehr angespannt sei. Und dies werde noch Tage so bleiben. Man müsse sich die Gesamtlage und die Entwicklung anschauen, wie weit der Lockdown wirklich wirke.

„Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die Mitarbeiter im Gesundheitsbereich zu entlasten, sobald wie möglich. Wir wollen alle ein Gesundheitssystem das funktioniert", so der Kanzler. Dass eine Impfpflicht überhaupt notwendig geworden ist, findet der Kanzler „bedauerlich". Diese werde jedenfalls fix mit 1. Februar kommen.

📽️ Video | Kanzler Alexander Schallenberg in „Tirol Live“

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Harisch: „Konsequenter Lockdown" und vorgezogene Ferien

Zu den Folgen des Lockdowns für Tourismus und Handel redete der Multi-Unternehmer und Obmann des Tourismusverbandes Kitzbühel, Christian Harisch, Klartext. Harisch hatte ja im Vorjahr im November einen kurzen, harten Lockdown gefordert und war damals noch heftig kritisiert worden – dann fiel sogar die komplette Wintersaison aus.

Harisch übte dabei schwere Kritik am Krisenmanagement der Politik. Während der Lockdown als Maßnahme die richtige sei, so sei der Zeitpunkt eine „Katastrophe“. „Wir haben schon viel früher eine Impfpflicht gefordert, wir haben schon viel früher Maßnahmen gefordert, die einen weiteren Lockdown verhindern. Zu dieser Zeit wurde jedoch über eine Regierungskrise diskutiert.“ Auch in Deutschland habe es durch die Bundestagswahl Versäumnisse gegeben.

Als Treiber der aktuellen Welle sieht Harisch die Schule. „Man ist halbherzig unterwegs gewesen und hat die Gefahr nicht gesehen. Viele Freunde und auch Mitarbeiter haben sich bei ihren Kindern angesteckt. Meiner Meinung nach wäre ein konsequenter Lockdown bis zum 12. Dezember der richtige Schritt gewesen.“ Harisch verlässt sich bei der Frage um eine Verlängerung des Lockdowns auf das Wort des Bundeskanzlers, sieht allerdings Bedarf, die Weihnachtsferien 14 Tage vorzuziehen. Dafür könne man die Sommerferien um diese Zeit verkürzen. „Damit könne man einen wesentlichen Herd dieses Virus bekämpfen.“

In der österreichischen Hotellerie habe man bereits bewiesen, dass man Sicherheitskonzepte gut umsetzen kann. „Es ist völlig unverhältnismäßig wenn man jetzt wieder darüber diskutiert, dass in den Hotels und in den Restaurants eine Gefahr bestünde. Einer Öffnung steht überhaupt nichts im Wege.“

📽️ Video | Christian Harisch in „Tirol Live“

„Sternenhimmel“ und Hilfe für in Not geratene Tiroler

Von der Aktion „Tiroler Sternenhimmel“, die heuer wieder auch mit TT-Unterstützung möglichst viele Hilfsgelder für Notleidende und Opfer von Schicksalsschlägen sammelt, erzählte am Freitag bei „Tirol Live“ Herbert Peer, der Chef von „Netzwerk Tirol hilft“.

📽️ Video | Herbert Peer in „Tirol Live“

🎧 Podcast | „Tirol Live“ zum Nachhören


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