Tirol ist bestens gerüstet für den Wintereinbruch

Landesstraßendienst setzt verstärkt auf Feuchtsalzstreuung. Lawinenwarndienst startet in die Saison. Bis Sonntag über 50 cm Schnee am Alpenhauptkamm.

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In Zams wurden ein Salzsilo mit einem Fassungsvermögen von 420 Tonnen und eine Soleanlage für 20.000 Liter errichtet.
© Land Tirol

Innsbruck – Mit dem hereinbrechenden Wetterumschwung wird bis Sonntag Schnee bis in die Niederungen erwartet. Beiderseits des Alpenhauptkamms kann dabei über ein halber Meter Neuschnee zusammenkommen. Mit dem meteorologischen Winterbeginn am 1. Dezember 2021 startet damit auch der Lawinenwarndienst Tirol (gemeinsam mit den Lawinenwarndiensten von Südtirol und dem Trentino) in die Wintersaison.

„Mit den prognostizierten Schneefällen an diesem Wochenende gilt es für Wintersportler und -innen wieder, mit entsprechender Vorbereitung und Sorgfalt in die Berge aufzubrechen. Der Trend zum Skitourengehen hält nach unseren Beobachtungen auch im zweiten Corona-Winter ungebrochen an und wird wieder viele Menschen in das freie Gelände ziehen“, betont Sicherheitsreferent LHStv. Josef Geisler.

Um das Angebot des Lawinenwarndienstes kontinuierlich zu verbessern, wird heuer übrigens eine Umfrage durchgeführt. Interessierte können sich unter dem Link www.lawinen.report/education/community beteiligen. Sämtliche Informationen zur aktuellen Lawinensituation sind wieder unter www.lawinen.report zu finden.

Ebenfalls bestens vorbereitet auf den Wintereinbruch ist der Landesstraßendienst. Immerhin gilt es die Verkehrssicherheit auf dem 2236 Kilometer umfassenden Netz an Landesstraßen zu gewährleisten. Durchschnittlich 150.000 Arbeitsstunden und 15 Millionen Euro werden jährlich für den Winterdienst aufgewendet. „MitarbeiterInnen und Räumfahrzeuge sind bereit, die Salzlager voll und ein Corona-Sicherheitskonzept zum Schutz der Bediensteten und zur Sicherung des Dienstbetriebs ist in Kraft“, schildert Geisler.

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Bereits seit einigen Jahren setzt das Land Tirol verstärkt auf Feuchtsalzstreuung. „Wir bauen diese moderne Form der Salzstreuung kontinuierlich aus. Die Verwendung von Sole senkt den Salzbedarf erheblich. Zudem wirkt das Auftaumittel sofort. Das ist sparsam und umweltfreundlich“, betont LHStv. Geisler. In den Straßenmeistereien Zams und Matrei i. O. wurden die bestehenden Soleanlagen ausgetauscht und auf eine Kapazität von je 20.000 Litern ausgebaut. In der Straßenmeisterei Wörgl wurde ein Lagertank für 30.000 Liter Sole errichtet. Insgesamt gibt es in Tirol damit 22 Soleanlagen.

Im Rahmen eines Pilotprojekts arbeitet die Abteilung Landesstraßen und Radwege in den Bezirken Kufstein und Imst gemeinsam mit den Gemeinden an der Verbesserung der Schneeräumung auf Radwegen, die von AlltagsradfahrerInnen frequentiert werden. Auch auf dem Innradweg im Zentralraum Innsbruck sollen verstärkte Winterdienstmaßnahmen erprobt werden. (TT)


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