Aktion scharf bei Barbershops in Ostösterreich

Die Finanzpolizei kontrollierte 94 Betriebe und 200 Dienstnehmer in Niederösterreich und dem Burgenland.

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Mit Abrechnung und Anmeldung nahmen es viele Barbershop-Betreiber nicht so genau.
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Eisenstadt, St. Pölten – Die Finanzpolizei im Amt für Betrugsbekämpfung hat nach Hinweisen aus der Bevölkerung insgesamt 94 Barbershops und 200 Dienstnehmer in Niederösterreich und dem Burgenland kontrolliert und dabei zahlreiche Verstöße festgestellt. 18 Betriebe etwa nahmen es bei der Arbeitszeitaufzeichnung nicht so genau, besonders eklatant waren die Verfehlungen im Bereich der Registrierkassen. 59 Beanstandungen gab es dazu, berichtete das Finanzministerium.

Zwischen 27. Oktober und 12. November kontrollierten neun Teams der Finanzpolizei die 94 Läden für Rasur und Frisur sowie 45 inländische und 155 ausländische Dienstnehmer. Geprüft wurden nur Barbershops, keine Friseure. In 17 Fällen gab es keine ordnungsgemäße Anmeldung nach dem ASVG, in zehn Firmen wurden Übertretungen der Gewerbeordnung festgestellt, zwei weitere Betreiber waren nicht bei der Sozialversicherung der Selbstständigen gemeldet. Vier ausländische Dienstnehmer hatten keine Arbeitsbewilligung in Österreich.

Im Bereich der Registrierkassen gab es 59 Beanstandungen: Teilweise waren gar keine Registrierkassen im Betrieb, Geschäftsfälle wurden augenscheinlich gelöscht oder gar nicht eingegeben. Manchen Kassen fehlte es am erforderlichen Manipulationsschutz und oft wurden Daten nicht gespeichert. In vier Barbershops wurden außerdem aufgrund von Steuerrückständen Geldpfändungen von mehr als 10.000 Euro durchgeführt.

„Jede Form des Steuer- und Sozialleistungsbetrugs schadet der redlichen Wirtschaft und den ehrlichen Steuerzahlern. Die Kontrollen in diesem Bereich werden daher konsequent fortgesetzt“, kündigte Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) an. (APA)

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