„Das Rad der Zeit“: Viel Geld, aber kein „Game of Thrones“

Mit der Serie „Das Rad der Zeit“ wollte Amazon das nächste Fantasy-Epos schaffen. Nach den ersten Folgen bestehen Zweifel.

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Für die Serie wurde mit viel Getöse in New York Werbung gemacht.
© imago

Seattle – „Ich will mein Game of Thrones“, soll Amazon-Gründer Jeff Bezos gesagt haben. Nun dreht sich „Das Rad der Zeit“ und die neue Serie ist ein Versuch, den Blockbusterhit zu toppen, die ersten Folgen sind nun abrufbar. Die Serie basiert auf der 14-teiligen Romanreihe des amerikanischen Schriftstellers Robert Jordan.

📽️ Trailer | „Das Rad der Zeit“

Auf den ersten Blick wirkt alles wie eine Mischung aus „Game of Thrones“ und „Herr der Ringe“ mit den typischen Fantasyspielereien: Bärtige Männer, Zauberinnen, Trolle, niedliche Walddörfer, dunkle Kräfte. Die Serie beginnt damit, dass eine geheimnisvolle Magierin (Rosamund Pike) fünf Teenager rekrutiert, um gegen das Böse zu kämpfen. Es wird davon ausgegangen, dass einer dieser Teenager die Reinkarnation des „Drachen“ ist, einer mächtigen Person, die dazu bestimmt ist, die Menschheit entweder zu retten oder zu zerstören.

Rosamund Pike (unten) ist der Star der Serie.

Klingt alles bekannt, aber es gibt zu viele Aber: Die Kostüme aus dem Versandkatalog sind zu sauber, das Make-up sitzt. Die Häuser im Dorf sehen so aus, als wären sie für die Serie gebaut worden (was auch der Fall ist). Es ist nicht die Qualität, die Fernsehzuschauer heutzutage gewohnt sind.

Das ist besonders merkwürdig, weil Amazon angeblich über zehn Millionen US-Dollar pro Folge ausgegeben hat – und das ist mehr als „Game of Thrones“ vor den letzten Staffeln hatte. Es gibt schöne Naturaufnahmen der tschechischen Berge, aber die Spezialeffekte sehen mittelmäßig aus.

Die Dreharbeiten zu Staffel 2 sind schon im Gange. Amazon muss also an die Serie glauben, die derzeit aber eher nach billigem Abklatsch als bombastischer Ablösung von „Game of Thrones“ aussieht. (TT, APA)


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