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Nach Gewaltwelle gegen Frauen: Mehr Prävention gefordert

Landesrätin Gabriele Fischer ortet vor allem ein gesellschaftliches Problem, „das von allen Seiten gemeinsam angegangen werden muss“. Sie appelliert an alle Tiroler und Tirolerinnen, Vereine, Parteien und Bildungseinrichtungen, am Kampf gegen die Gewalt mitzuwirken.

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In diesem Innsbrucker Wohnhaus erlitt eine 28-Jährige am Mittwoch tödliche Verletzungen. Ihr Lebensgefährte sitzt in U-Haft.
© zeitungsfoto.at

Innsbruck – Eine 28-jährige wurde am Mittwoch vermutlich erschlagen, eine 50-Jährige fünf Tage zuvor mit einem Messer erstochen. Die beiden Innsbruckerinnen zählen zu jenen insgesamt 29 Frauen, die heuer bei Gewaltverbrechen in Österreich ums Leben gekommen sind. „Das sind traurige Daten. 29 ermordete Frauen sind 29 zuviel“, schlagen die Tiroler Grünen anlässlich der Aktion „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ Alarm. Landesrätin Gabriele Fischer ortet vor allem ein gesellschaftliches Problem, „das von allen Seiten gemeinsam angegangen werden muss“. Sie appelliert an alle Tiroler und Tirolerinnen, Vereine, Parteien und Bildungseinrichtungen, am Kampf gegen die Gewalt mitzuwirken.

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Ins Bild passt auch, dass die Anzahl der betreuten Personen in Gewaltschutzeinrichtungen ebenso wie die Betretungsverbote stark zugenommen haben. 2018 setzte die Tiroler Polizei 448 Gewalttäter vor die eigene Tür, heuer waren es bereits 894. LHStv. Ingrid Felipe betont, dass Gewalttaten meist eine Vorgeschichte haben: „Es beginnt im Kleinen mit verletzenden Worten, verbaler Erniedrigung und psychischem Druck.“ Hier gelte es anzusetzen durch Sensibilisierung und Prävention. (TT)


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