Boom auf illegale Schulen wegen Coronapolitik blieb in Tirol aus

In Tirol wurden von der Bildungsdirektion drei private Lerngruppen den zuständigen Bezirkshauptmannschaften angezeigt. Das Motiv der Betreiber: Unzufriedenheit mit dem öffentlichen Schulsystem und den Corona-Maßnahmen.

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Schulbetrieb in Zeiten von Corona – kein Kinderspiel.
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Wien – 7500 Schülerinnen und Schüler sind in diesem Schuljahr zum häuslichen Unterricht angemeldet, dreimal so viele wie in früheren Jahren. Der erwartete Boom bei illegalen Privatschulen von Corona-Maßnahmen-Gegnern dürfte allerdings ausgeblieben sein.

In Tirol wurden von der Bildungsdirektion drei private Lerngruppen den zuständigen Bezirkshauptmannschaften angezeigt. Das Motiv der Betreiber: Unzufriedenheit mit dem öffentlichen Schulsystem und den Corona-Maßnahmen. Bei einem weiteren Verdachtsfall stellte sich heraus, dass in einem Einfamilienhaus nur die eigenen Kinder unterrichtet wurden. Verdachtsfälle gab es auch in anderen Bundesländern, konkrete Zahlen wurden nicht überall genannt.

Gibt es Hinweise auf illegale Lerngruppen, prüft zunächst die Bildungsdirektion. Wenn sich der Verdacht erhärtet, übernimmt die Bezirksverwaltungsbehörde. Beide haben aber kein Zutrittsrecht. Eine Anzeige ist nur möglich, wenn es handfeste Beweise gibt. Von 550 abgemeldeten Kindern sind in Tirol nur 31 wieder in die Schule zurückgekehrt. (TT, APA)

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