Weltcup in Beaver Creek findet statt: Entwarnung nach dem Test-Chaos

Eine falsche Testreihe sorgte im Herren-Weltcup-Tross für Corona-Ärger und -Wirbel. Statt zehn Personen war tatsächlich nur eine aus der „roten Blase" positiv. D

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Zum Schnee- gesellte sich in Lake Louise am Sonntag auch noch Corona-Chaos. Zumindest da konnte die FIS Entwarnung geben.
© PATRICK T. FALLON

Von Roman Stelzl

Lake Louise – Das Chaos beim Ski-Weltcup der Herren im kanadischen Lake Louise war gestern perfekt: Zuerst musste aufgrund des starken Schneefalls nach der Abfahrt am Freitag auch der gestrige Super-G abgesagt werden. Und dann sickerte kurz darauf durch, dass der nachfolgende Weltcup in Beaver Creek (USA) aufgrund einer hohen Anzahl an positiven Corona-Tests vor der Absage stehen könnte.

„Von der roten Blase sind ungefähr zehn Personen positiv getestet worden, die sind sofort in der Nacht isoliert worden, Kontaktpersonen gecheckt und so weiter“, meinte FIS-Renndirektor Markus Waldner im ORF am Vormittag Ortszeit.

Nur eine und nicht zehn Personen positiv

Doch schon kurze Zeit später klärte sich der kuriose Fall auf. „Die Rennen in Beaver Creek sind nicht gefährdet“, vermeldete ÖSV-Rennsportleiter Andreas Puelacher am Telefon. „Bei den Tests ist hier etwas ganz schön schiefgelaufen. Das war eine ganze Serie an falschen Ergebnissen. Es war nur eine Person aus dem US-Lager betroffen.“ Auch ein neuerlicher PCR-Test, der verpflichtend ist für die Einreise in die USA, war nicht mehr notwendig.

„Für uns geht es jetzt ganz normal weiter – wir fahren nach Calgary, übernachten dort und fliegen am Montag nach Colorado“, ergänzte Puelacher. Bereits am Mittwoch steht das erste Training für die vier Rennen (2x Abfahrt, 2x Super-G) auf dem Programm.

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Ein Wirrwarr, das zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt kam. Denn eigentlich sollte der ganze Tross direkt von Kanada nach Colorado weiterreisen – das verzögerte sich am Sonntag um einige Zeit. Eine FIS-Sitzung kurz vor Mittag Ortszeit in Kanada sollte endgültig Klarheit bringen, auch die interne Task-Force wurde eingeschaltet.

Es knüpfte nahtlos an den vermurksten Tag an. „Die Piste war kaputt, da war nichts zu machen, das war die richtige Entscheidung“, meinte Puelacher angesichts der zweiten Absage binnen drei Tagen. Dafür konnte der Tiroler aber umso zufriedener auf das einzige Rennen zurückblicken. In der Abfahrt am Samstag hatte der Kärntner Matthias Mayer vor dem Oberösterreicher Vincent Kriechmayr einen österreichischen Doppelsieg angeführt. „Doppelsieg und mannschaftlich so stark – besser geht es kaum mehr“, ergänzte Puelacher, der aber in Richtung Beaver Creek, wo die Österreicher eine sehr erfolgreiche Vergangenheit haben, nachschickte: „Dort fängt alles wieder bei null an.“

Im WM-Ort von 1999 und 2015 stehen – sofern alles gut und planmäßig läuft mit der Anreise – nun sogar vier Rennen an. Die am Freitag abgesagte Abfahrt wird am Donnerstag nachgeholt. Damit gibt es nun zwei Super-G mit jenen am Freitag. Die Abfahrten gehen am Samstag und Sonntag in Szene.


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