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Gemeinderatswahl 2022: Frauen im Bezirk Imst wollen Ortschefin werden

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Von Alexander Paschinger

Imst – Bislang gab es im Bezirk Imst noch nie eine Bürgermeisterin. Aktuell besetzt lediglich Daniela Holaus das Amt der Vizebürgermeisterin von Silz. Sie tritt bei der Wahl am 27. Februar zwar mit einer Liste an, wird aber – nach derzeitigem Stand – nicht als Bürgermeisterkandidatin zur Verfügung stehen. Aber: Es gibt bereits die ersten Gemeinden, in denen sich Frauen das Amt durchaus zutrauen. Insbesondere in jenen Imster Kommunen, wo Bürgermeister abtreten, rechnen sich die Frauen keine schlechten Chancen aus.

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Als Erstes gab es Nachricht aus Haiming, dass dort Michaela Ofner die fusionierte Neue Bürgerliste Haiming übernimmt und gleichzeitig Anspruch auf das Amt des scheidenden Bürgermeisters Josef Leitner erhebt. Die gelernte Justizbeamtin engagiert sich bereits seit vielen Jahren ehrenamtlich in ihrer Heimatgemeinde und kann auf rund 20 Jahre Berufserfahrung in der Justiz zurückgreifen. Als Konkurrenten um das Amt haben sich bereits Vizebürgermeister Christian Köfler und Quereinsteiger Wolfgang Suitner geoutet.

Auch in Obsteig tritt BM Hermann Föger nicht mehr an. Dahinter matchen sich aus derzeitiger Sicht eine Frau und ein Mann um den Posten: Sabine Ortner gegen Elmar Partner. „Ich bin eine Wahl- und keine Ur-Obsteigerin“, sagt Ortner, die sich als Leiterin des Obsteiger Chronik-Teams einen Namen gemacht hat. Sie würde gerne die Gemeinde als Servicestelle für die Bürger aufwerten, will das Thema Nachhaltigkeit hervorstreichen und will dem Anwesen „Schneggenhausen“ eine „moderne Funktion geben“. Ortner wurde 2004 in den Gemeinderat gewählt und war gemeinsam mit Marlies Witsch die erste Frau im Obsteiger Gemeinderat.

Auch in Karrösten beginnt eine neue Ära, wenn Oswald Krabacher sein Amt abgibt. Als Bürgermeisterkandidatin hat sich dort Petra Singer am Wochenende dem Ort per Postwurf vorgestellt. Sie wird von einer breit aufgestellten Liste unterstützt, der auch der bisherige Vizebürgermeister Daniel Schöpf angehört. „Mir ist wichtig, dass in Zeiten wie diesen der Zusammenhalt im Dorf gefördert wird.“ Themen wie das geplante Gewerbegebiet als Einnahmequelle verstehen sich von selbst. „Wenn Männer und Frauen zusammenarbeiten, dann kann das schon etwas Gutes werden.“ Noch zeichnet sich in Karrösten kein Gegenkandidat ab.

Da sieht es bei der Nachfolge von Walter Schöpf in Wenns anders aus: Patrick Holzknecht übernimmt Schöpfs Liste, Robert Rundl hat sich als möglicher Konkurrent bereits gemeldet. Seit Kurzem kommt nun auch Andrea Lechleitner dazu. Sie war in der letzten Gemeinderatsperiode Vizebürgermeisterin. Derzeit bemüht sie sich um die Listenerstellung. Sie hofft auf einen „angenehmen Wahlkampf, Ideen und Meinungen sollten zählen“.

Schwieriger wird es, wenn man gegen amtierende Bürgermeister antritt. In Längenfeld bekommt BM Richard Grüner am 27. Februar Konkurrenz von Manuela Jordan. Die Gemeindebedienstete, die sich schon in der nun endenden Periode als Kontrolle gesehen hat, möchte mit ihrer Ortschef-Kandidatur freilich auch den Führungsanspruch hervorstreichen. „Ich sehe es schon so, dass ich nur kritisieren kann, wenn ich mir auch gleichzeitig dieses Amt zutraue.“

Ähnlich ist die Situation in der Bezirkshauptstadt Imst gelagert: BM Stefan Weirather erhält dort als Gegenkandidaten einige Listenführer wie Norbert Praxmarer, Richard Aichwalder, Christian Gasser, Helmut Knabl und auch Wolfgang Neururer bemüht sich mit einer eigenen Liste. Noch ein wenig unschlüssig zeigte sich zuletzt Andrea Jäger.


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