Puchner bei Machtdemonstration von Italienerin Goggia am Podest

Sofia Goggia fuhr bei ihrem Abfahrtserfolg am Freitagabend in Lake Louise in einer eigenen Liga. Breezy Johnson (USA) und ÖSV-Läuferin Mirjam Puchner hatten auf den Plätzen zwei und drei schon rund eineinhalb Sekunden Rückstand auf die Italienerin. Die viertplatzierte Ramona Siebenhofer lag knapp zwei Sekunden zurück.

  • Artikel
  • Diskussion
Sofia Goggia legte eine eindrucksvolle Fahrt hin.
© GEPA pictures/ Mathias Mandl

Lake Louise – Sofia Goggia hat die erste Saisonabfahrt der Frauen überlegen gewonnen. Die Olympiasiegerin aus Italien siegte am Freitag in Lake Louise bei ihrem Weltcup-Comebackrennen in ihrer Spezialdisziplin gewaltige 1,47 Sekunden vor der US-Amerikanerin Breezy Johnson sowie 1,54 vor Mirjam Puchner, die als Dritte für das erste Saisonpodest der ÖSV-Damen sorgte. Ramona Siebenhofer (+1,96) verpasste als Vierte das Podium um knapp eine halbe Sekunde recht deutlich.

Die erste von neun geplanten Saisonabfahrten der Frauen fand nach zwei wechselhaften Tagen samt Regen bei perfektem Wetter statt. Und nach nur einem Training, weil weitere zwei geplante Einheiten dem Wetter zum Opfer gefallen waren. Die für die Herren eine Woche zuvor aufgeschobenen Gelände-Wellen waren wieder weggefräst worden.

Siegesfahrt mit Startnummer fünf

Die Siegerin stand schon nach Läuferin Nummer fünf fest. Goggia ließ nach Trainings-Bestzeit auch bei ihrer Comeback-Abfahrt nichts anbrennen und kam mit so riesigem Vorsprung ins Ziel, dass keine Konkurrentin danach auch nur annähernd herankam. Goggias erster Abfahrtssieg in Lake Louise war ihr bereits zwölfter insgesamt und der neunte in der Abfahrt. Bei ihren sechs jüngsten Abfahrten ist die 29-Jährige nun jedes Mal auf das Podest gekommen.

Die Italienerin war vergangenen Jänner vor ihrer Heim-WM in Cortina d'Ampezzo durch die Fraktur eines Schienbeinkopfes aus dem Bewerb genommen worden. Sie hatte davor aber in der Abfahrt so dominiert, dass ihr die Kristallkugel für den Disziplinen-Sieg nicht mehr zu nehmen war. Erst beim Saisonstart im Oktober in Sölden war Goggia im Riesentorlauf auf die Rennpiste zurückgekehrt.

Jetzt einen von vier Skiurlauben gewinnen

TT-ePaper 4 Wochen gratis ausprobieren, ohne automatische Verlängerung

Die Bedingungen am ersten Renntag in den kanadischen Rocky Mountains waren bei 16 Grad Minus so gut, dass Goggias Siegerzeit um fünf Sekunden schneller war als ihre - allerdings mit Torfehlern erzielte - Bestzeit am Mittwoch. Gut war das auch für das Comeback von Nicole Schmidhofer, die im Banff National Park erstmals nach langer Verletzungspause wieder an einem Rennstart stand.

Schmidhofer: „War trotzdem ein guter Schritt"

Schmidhofer hatte vor zwei Jahren in Lake Louise für den bis dato letzten Abfahrtssieg der ÖSV-Frauen gesorgt, sich dann aber vergangene Saison schwerst verletzt. „Welcome back", rief Goggia der sichtlich erleichterten Steirerin im Ziel zu. „Es war cool zu fahren. Viel mehr habe ich zur Zeit nicht drauf", sagte Schmidhofer angesichts 4,62 Sekunden Rückstand. „Es war trotzdem ein guter Schritt nach vorne."

Hinter Puchner (3.) und Siebenhofer (4.) legte auch Cornelia Hütter als starke Siebente ein gelungenes Abfahrts-Comeback hin. Die Steirerin hatte hier 2017 ebenfalls nach Verletzungs-Comeback sogar gewonnen. Am Samstag (20.30 Uhr) findet auf der Olympia-Piste in Kanada eine weitere Abfahrt für die Alpinski-Frauen statt. Am Sonntag (18:30 Uhr) folgt zum Abschluss ein Super-G. Mit TT.com seid ihr bei allen Rennen live dabei! (APA, TT.com)

1. Abfahrt der Damen in Lake Louise:


Kommentieren


Schlagworte