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Drei Tourengeher starben durch Lawine in Salzburg: Motocross-Talent Hofer tot

Eine Gruppe von elf jungen Skitourengehern ist im Salzburger Land unterwegs, als sie von einer Lawine überrascht werden. Mehrere der Wintersportler werden verschüttet – für drei Menschen kommt jede Hilfe zu spät. Unter den Toten ist auch der 19 Jahre alte Motocross-WM-Fahrer René Hofer.

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Insgesamt waren rund 70 Bergretter aus Mauterndorf, Obertauern, Tamsweg, Muhr und Zederhaus waren im Einsatz.
© APA/BERGRETTUNG SALZBURG

Tweng – Bei einem Lawinenabgang auf der Lackenspitze in Tweng im Salzburger Lungau sind am Samstag drei Skitourengeher aus Oberösterreich von einem großen Schneebrett verschüttet und getötet worden. Ein 19-Jähriger aus dem Bezirk Urfahr und ein 24-Jähriger aus Wels-Land konnten nur noch tot geborgen werden. Ein 19-Jähriger aus Grieskirchen wurde reanimiert und schwer verletzt mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus Klagenfurt geflogen. Er verstarb im Spital.

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Wie wenig später bekannt, wurde handelt es sich bei dem 19-jährigen Todesopfer um Motocross-WM-Fahrer Rene Hofer. Sein Rennstall KTM bestätigte am Sonntag das Ableben des Oberösterreichers und drückte den Angehörigen sein tiefstes Mitgefühl aus. Hofer hatte im Oktober in Italien als erster Österreicher seit über 30 Jahren einen WM-Lauf in einer der beiden Hauptklassen gewonnen und galt nicht erst seit damals als vielversprechendes Talent.

Rene Hofer galt im Motocross als vielversprechendes Talent. Er war das dritte Opfer bei dem Lawinenabgang in Salzburg am Wochenende.
© via www.imago-images.de

📽️ Video | Tourengeher in Lawine umgekommen

4,5 Meter tief verschüttet

Zwei weitere Verletzte, ein 22-Jähriger aus dem Bezirk Amstetten und ein 24-Jähriger aus Schladming, wurden mit der Rettung ins Krankenhaus Tamsweg gebracht, sagte der Einsatzleiter des Roten Kreuzes, Anton Schilcher, im Gespräch mit der APA.

Betroffen war eine Gruppe von elf Skitourengehern unter 30 Jahren aus dem Pongau, dem Ennstal und Oberösterreich. Die Lawine dürfte sich gegen 13.45 Uhr in rund 2400 Metern Höhe kurz unterhalb des Gipfels auf dem Nord-Osthang gelöst haben. Beim Aufstieg der Gruppe ging ein großes Schneebrett mit 200 Metern Breite und 500 Metern Länge ab und riss acht Tourengeher mit. Drei junge Oberösterreicher wurden komplett verschüttet. Laut dem Katastrophenschutzreferent des Lungaus, Christoph Wiedl, lagen die Verschütteten bis zu 4,5 Meter tief unter dem Schnee.

Nach einer großangelegten Suchaktion konnten zwei verschüttete Tourengeher mittels Lawinen-Verschütteten-Gerät geortet und geborgen werden. Der dritte Verschüttete war ohne Notfallausrüstung unterwegs und konnte erst gegen 17.15 tot aufgefunden werden, berichtete die Bergrettung Salzburg.

Rund 70 Bergretter im Einsatz

Die Bergrettung wurde innerhalb kürzester Zeit alarmiert und löste Bezirksalarm aus. Rund 70 Bergretter aus Mauterndorf, Obertauern, Tamsweg, Muhr und Zederhaus waren im Einsatz. Die Bergrettungshundestaffel trainierte zu diesem Zeitpunkt in Obertauern, sieben Hundeteams wurden von fünf Hubschrauber-Teams gemeinsam mit den Einsatzkräften der Bergrettung und Alpinpolizei zum Lawinenkegel geflogen. Das Gemeindegebäude Tweng wurde zum Einsatzzentrum umfunktioniert. Ein Kriseninterventionsteam betreute die unverletzten Tourengeher aus der Gruppe und die Angehörigen. Insgesamt waren 120 Einsatzkräfte von Bergrettung, Polizei, Rotes Kreuz und der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz.

Laut Bergrettung erfordert die Skitour zur Lackenspitze stabile Verhältnisse. In dem Gebiet galt am Samstag oberhalb der Waldgrenze Lawinenwarnstufe 3 (erheblich). Der starke Wind dürfte Triebschneemengen zusammengetragen haben, die als leicht auslösbar galten.

Tourengeher auch in der Steiermark von Lawine erfasst

Auch in der Steiermark wurden am Samstag zwei einheimische Skitourengänger von einer Lawine mitgerissen. Ein 29-Jähriger sei am Sonntagskogel teilweise verschüttet worden, berichtete die Polizei. Er sei geborgen und ins Krankenhaus gebracht worden. Seine 27-jährige Begleiterin sei zwar von der Lawine erfasst worden, habe aber ihren Lawinenairbag auslösen können und sei deshalb nicht verschüttet worden. (APA)


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