Kirchberger Kampf um den begehrten Bürgermeister-Sessel

Die ÖVP-Listen und -Bünde habe sich auf eine gemeinsame Liste für die Wahl im Februar geeinigt.

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Von Harald Angerer

Kirchberg in Tirol – Jahrzehntelang lenkte die ÖVP die Geschicke der Gemeinde Kirchberg. Zwar habe sie im Gemeinderat mit 10 Mandaten immer noch die Mehrheit, doch diese Mandate sind auf zwei Listen aufgeteilt, und das für die VP Schmerzlichste: Die SPÖ stellt mit Helmut Berger seit zwei Perioden den Bürgermeister.

Das soll sich nach Meinung der VPler mit der Gemeinderatswahl im Februar 2022 ändern und dazu ziehen sie nun erstmals wieder gemeinsam in die Wahl. „Mir war es wichtig, dass die Bünde und Listen an einem Strang ziehen. Das haben wir in den vergangenen Monaten nun vorbereitet“, schildert Peter Schweiger, der schon jetzt für die Liste „Dei Hoamat Tourismus – Wirtschaft – Umwelt“ im Gemeinderat sitzt.

Der Startschuss für den Gemeinderatswahlkampf hätte nun eigentlich ein gemeinsamer ÖVP-Gemeindeparteitag sein sollen. Doch der Lockdown machte das unmöglich, daher wurden der neue Ortsparteiobmann und der Bürgermeister-Kandidat mittels Briefwahl gewählt. Dabei wurde Peter Schweiger zum Bürgermeister-Kandidaten erkoren und Matthias Gröderer zum Ortsparteiobmann gemacht. Beide erhielten jeweils 96 Prozent der Stimmen. „Es war mir wichtig, dass wir breit aufgestellt sind und damit auch den Bürgermeister-Kandidaten und den Ortsobmann trennen“, erklärt Schweiger. Auch Gröderer sitzt bereits im Gemeinderat, er allerdings für die Liste „Unser Kirchberg“. Die beiden bestehenden Listen werden sich nach der Periode auflösen und in der neuen VP-Liste aufgehen. Wie diese heißen wird, steht noch nicht fest. „Das werden wir aber bald bekannt geben“, sagt Schweiger.

Der 50-Jährige bedankte sich nach der Briefwahl zum Spitzenkandidaten für das große Vertrauen. „Wir gehen nun mit vollem Elan in die Werbung für unsere Ideen und Konzepte für unsere Heimatgemeinde. Das Team der Kirchberger Volkspartei besteht aus einem hervorragenden Mix aus erfahrenen und auch aus jungen, motivierten Frauen und Männern, die sich engagiert für unseren schönen Ort einsetzen. Gemeinsam wollen wir uns für ein zukunftsorientiertes Kirchberg starkmachen“, sagt Schweiger.

Mit Matthias Gröderer steht der Ortsgruppe ein junger Anwalt vor. „Unsere Gemeinde braucht einen neuen politischen Stil. Bei einigen Themen benötigt es einen neuen, frischen Ansatz. Peter Schweiger ist dafür die ideale Person, als Kirchberger Volkspartei werden wir seine Kandidatur geschlossen unterstützen“, erklärt der neu gewählte Obmann. Er folgt damit auf Christian Simair, der sieben Jahre lang diese Funktion innehatte.

Auch wenn die Wochen der Wahlwerbung Corona-bedingt nicht einfach sein werden, wollen Schweiger und Gröderer zusammen mit ihrem großen Team noch mehr als bisher mit den Wählerinnen und Wählern in Kontakt treten.

Das klare Ziel ist es, die zehn Mandate zu halten „oder vielleicht sogar eines zuzulegen“, sagt Schweiger, und ein weiteres Ziel sei es natürlich, den Bürgermeister wieder zurück zur ÖVP zu holen. Die Liste mit den Kandidaten ist laut Schweiger schon ziemlich fertig und wird bald präsentiert. Wichtig sei es, dass alle Bünde sich auf der Liste wiederfinden, vom AAB über den Wirtschaftsbund und die JVP bis hin zu den Bauern.


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