Innsbrucker Uni-Rektor verkürzt seine Amtsperiode um ein Jahr

Tilmann Märk stellt seinen Posten ab März 2023 zur Verfügung. Er will dem Universitätsrat und Senat "die Möglichkeit geben, ohne Zeitdruck und in einer kontrollierten Übergangsphase eine neue Rektorin oder einen neuen Rektor zu finden".

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Uni-Rektor Tilman Märk.
© Hammerle/TT

Innsbruck – Der Rektor der Universität Innsbruck, Tilmann Märk, verkürzt seine Amtsperiode um ein Jahr und stellt seinen Posten ab März 2023 zur Verfügung. Nach 20 Jahren im Wissenschaftsmanagement wolle er dem Universitätsrat und Senat "die Möglichkeit geben, ohne Zeitdruck und in einer kontrollierten Übergangsphase eine neue Rektorin oder einen neuen Rektor zu finden", begründete Märk seine Entscheidung in einer Aussendung am Dienstag.

Märk war seit 2003 zunächst Vizerektor für Forschung und ab 2011 Rektor der größten Forschungs- und Bildungseinrichtung Westösterreichs. In dieser Zeit sei es ihm "im Rahmen und auf Basis des UG (Universitätsgesetz, Anm.) 2002 gemeinsam mit sehr engagierten Vizerektorinnen und Vizerektoren, aber auch sehr vielen hochmotivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelungen, die Universität Innsbruck als national wie international hoch angesehene Forschungs- und Lehrinstitution zu positionieren", resümierte Märk.

Vor allem innerhalb seiner dritten Rektoratsperiode ab März 2020 sei "intensiv an einer Weichenstellung für die weitere Zukunft" gearbeitet worden. So wurde ein "ambitionierter Entwicklungsplan" auf den Weg gebracht und "eine vergleichsweise erfolgreiche Leistungsvereinbarung für die kommenden drei Jahre" mit dem Wissenschaftsministerium abgeschlossen. Diese beiden Eckpfeiler würden - neben einem "sehr guten finanziellen und strukturellen Fundament" - eine "weiterhin erfolgreiche" Entwicklung der Universität Innsbruck sicherstellen, war sich Märk sicher.

Neubau am Innrain in wenigen Monaten bezugsfertig

Wenig "offene Baustellen" schien es im Moment auch an der Gebäudeinfrastruktur zu geben: Der Neubau am Innrain 52a werde in wenigen Monaten bezugsfertig sein, informierte der scheidende Rektor, weitere wichtige Erweiterungsbauten seien geplant und einer seiner "lang gehegten Wünsche", der Bau eines "Hauses der Physik", sei "unter Dach und Fach".

Nun ist es die Aufgabe des Universitätsrats und des Senats, in den kommenden Wochen und Monaten zunächst eine entsprechende Ausschreibung für das Amt des Rektors vorzubereiten, anschließend aus dem Kreis der Bewerberinnen und Bewerber eine/n neue/n Rektor/in auszuwählen und in der Folge zu bestellen. Die reguläre Amtszeit eines Rektorats dauert vier Jahre. Seit der letzten Gesetzesnovelle beträgt die maximale Amtszeit einer/s Rektorin/s zwölf Jahre in Folge. (APA)


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