Auf Znojmos Aufbäumen fanden eiskalte Haie immer eine Antwort

Auf der Suche nach einem (dreckigen) Sieg wurden die Innsbrucker Haie beim 6:3 gegen Znojmo fündig. Gleich drei Verteidiger trafen.

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Jubelten über den ersten Haie-Sieg seit dem Wiedereinstieg – Jan Lattner und Joel Messner.
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Von Alex Gruber

Innsbruck – Nach der langen Corona-Pause und den beiden Niederlagen gegen Salzburg (3:6) und den KAC (0:4) suchten die Innsbrucker Haie am Dienstag in der leeren Tiwag-Arena einen Weg zurück in die Erfolgsspur. Und vorweg, ärgern mussten sich nach zwei Dritteln und nach einem 0:2-Rückstand die Gäste aus Znojmo.

Die Haie kamen nämlich nicht richtig in Fahrt, mussten sich des Öfteren bei Goalie Tom McCollum und u. a. der Tatsache bedanken, dass Znojmo-Angreifer Radek Prokes im ersten Powerplay der Gäste nicht ins leere Tor traf (15.). Die Tschechen waren auch im zweiten Spielabschnitt im klaren Chancenplus, trafen zweimal nur Aluminium und scheiterten immer und immer wieder an McCollum. Und wer die Tore nicht schießt, der bekommt sie eben: Nach einem Gestocher traf Joel Messner (22.) zum 1:0, neun Minuten später netzte mit Jan Lattner ein weiterer Innsbrucker Verteidiger gegen seinen Ex-Club nach einem Konter zum 2:0 (31.) ein. Glücksgöttin Fortuna trug gestern den Haie-Dress. Aber das hatte sich die Truppe von Cheftrainer Mitch O’Keefe, wenn man die ganze Saison und die bittere Krankheitspause betrachtet, auch einmal redlich verdient.

Der Schlussabschnitt begann alles andere als gut, denn Znojmo traf in der dritten Überzahl zum Anschlusstreffer (1:2/44.). Gut, dass mit Antonin Boruta der dritte HCI-Verteidiger an diesem Abend keine zwei Minuten später zum 3:1 traf, weil Znojmo-Goalie Dominik Groh die Sicht verstellt war.

Die Rückkehr auf die Siegerstraße – der letzte Sieg datierte vom 5. November mit einem 3:2 in Villach – schien perfekt, Znojmo verkürzte aber erneut (2:3/50.). Angreifer Tim McGauley unterstrich beim 4:2 (53.) wieder die Effizienz der Haie, die Tschechen kamen aber wieder heran (3:4/55.). Daniel Leavens machte mit dem schönsten Tor des Abends zum 5:3 den Sack nur 31 Sekunden später endlich zu. Großes Durchatmen.

Detail am Rande: Auch die Schiedsrichter sind „harte Hund“. Der Tiroler Mathias Ruetz ging gestern im ersten Drittel nach einem Kopftreffer zu Boden, war aber gleich wieder auf den Beinen.


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